30.1.07

Haute Couture!

Heute: kontraste peppen jedes Outfit auf und stellen einen fetzigen Hingucker dar!
Das weiße Gewand dieses Herrn wirkt durch die modischen Vergewaltigerhandschuhe aus echtem Leder doch gleich viel interessanter.

29.1.07

Herr Doktor, Herr Doktor!

In Kiel waren Dennis und ich in der medizinhistorischen Sammlung der Uni. Das war ziemlich toll und interessant.
Wir haben zum Beispiel unser Hörvermögen gemessen... Ich hab erwartungsgemäß schlecht abgeschnitten, aber vielleicht lag es auch daran, dass - wie Dennis zig mal behauptet hat - das Gerät nicht mehr voll funktionstüchtig war, denn es war ein altes aus den 1950ern...

Ein Multifunktionszahnarztstuhl ebenfalls aus den 1950ern. Der kann einfach alles, irgendwo ist bestimmt auch eine Klappe für nen integrierten Backofen dran.

Eine eiserne Lunge...

Regaleweise eingelegte Organe. Lecker :]

Eine Flasche aus einem Krokodilkopf. Wenn's hilft...

Apothekenflaschen...

Ja. Passend dazu hab ich mir dann noch eine ordentliche Erkältung eingefangen und huste mir seitdem die Lunge raus - mit Stückchen, mit Stückchen!

Zwischendrin war ja auch noch irgendwie mein Geburtstag und nachdem mir ja schon keiner (in Worten: keiner!) einen Kuchen gebacken hat, hab ich ersatzweise immerhin eine Einpersonenminitorte bekommen:

Ach ja, und Fasching kommt ja auch bald.
Vielleicht fühlt sich hiervon jemand angesprochen. Ich mag ja niemanden angucken...

18.1.07

Dinge, die Spaß machen (Alkohol optional)

sind unter Anderem:
Indoorschießübungen auf Plastikflaschen. Und das ist bei Weitem nicht so einfach, wie es klingt...

... Zimmertüren von Mitbewohnern mit Klopapier zukleben und (seit neuestem mexikanische - Ignacio?!) andere Mitbewohnerinnen davor postieren...

... bis dann wiederum andere Mitbewohnerinnen zum Durchbruch ansetzen...

... die Würde von inkontinenten Menschen wahren. Immer locker aus der Hüfte...

... Mitbewohner als Kinder ausgeben, Babybrei für umsonst bekommen und Informationen bezüglich der Entwicklung des Kindes/Mitbewohners erhalten...


... Unterwäsche für Mitbewohnerinnen trockenföhnen, damit diese dann in der Bierbörse ausgeführt werden kann (bezieht sich auf sowohl als auch)...

... im Pasha kommt man zwar umsonst rein, lernt aber auch nicht richtig gutes Deutsch...

In der Bierbörse stimmt zumindest grammatikalisch alles und dank "zahl 1, krieg 2" auch der Preis...

... und künstlerische Fotos kann man sowieso überall machen.

Des Weiteren waren wir FAST in der Baggi und haben überlebt!
Außerdem, und das konnte beim besten Willen nicht fotografisch dokumentiert werden, macht es Spaß, Orkane auszunutzen und mit offener Jacke gegen den Wind zu laufen/rennen/springen/whatever.
In diesem Sinne: für mehr Orkane!

12.1.07

You've got the power!

Kraft hab ich scheinbar mehr als ich dachte. Jedenfalls wollte ich nur harmlos meine Frühlingsrolle essen und das kam dabei heraus:

Okay, vielleicht liegt es auch eher an der Qualität von Ikeabesteck im Allgemeinen...

Außerdem habe ich beschlossen, jeden Monat meinen Kalender zu fotografieren. Den hat mir auch der Nikolaus gebracht, zusammen mit der Wurscht und er ist voll von perversen, hedonistischen Pinguinen :')
Der Januar sieht also folgendermaßen aus:

8.1.07

Nix sprechen sprach | London die Zweite

Zuerst mal meine neueste Entdeckung: Footlocker verkauft nämlich außer Schuhen auch gedämpfte Einlegesohlen, bei denen der Schwerpunkt augenscheinlich nicht auf die korrekte Übersetzung der Artikelbeschreibung gelegt wurde.
Ziehen Sie das originelle Brandsohle aus.

Und dann hab ich mir von Dennis noch ein paar Bilder aus dem National History Museum geklaut.
Zum Beispiel dieses Dinosaurierkind, was in einem Glaskasten schlief und sich sogar bewegt hat:

Cricket!

Und ein Zweizehenfaultierchen.
Das würd ich auch in lebendig nehmen...

7.1.07

Weihnachten reloaded | London!

Soo.
Nachdem Dennis und ich nun auch Weihnachtsgeschenke ausgetauscht haben, kann ich ja zeigen, was ich in mehr oder weniger mühevoller Kleinarbeit hergestellt hab. Einen Kakapo aus Frottee nämlich.
Das geht in etwa so
Man fertige ein Schnittmuster an:


Übertrage das Ganze auf Stoff und schneide es - ganz wichtig: mit Nahtzugabe! - aus:

Das näht man dann logischerweise auf links zusammen...

... stickt Augen auf und füllt es und daaann... sieht es wenigstens ansatzweise nach Kakapo aus:

Bei Bedarf oder winterlichen Temperaturen dann auch mit Halstuch:

Ja. Soweit zu meinem Geschenk für Dennis.

Was ich bekommen hab, ist ziemlich toll und muss deshalb auch mit enorm vielen Fotos illustriert werden. Ich hoffe also, niemand muss sich das mit einer analogen oder isdn-Verbindung anschauen (wobei - gibts das überhaupt noch? Leute mit ohne dsl? ;) ).
Wir sind nämlich am 5. aufgebrochen, um den 6. in London zu verbringen. Jaaa, in London, das richtige, echteLondon, kein schlechter Abklatsch irgendwo an der Ostsee oder so.
Krabbi war natürlich auch dabei:

In unserem höchst komfortablen Bus, der laut Reiseunterlagen über Schlafsessel verfügte. Das waren dann ganz normale Bussitze, aber in der Not kann man eh überall schlafen. Und nachdem wir die Hinfahrt mit unserem neuen Freund Ignacio, der vor allem durch seinen erhöhten Verbrauch an Pomade, seine Erbarmungslosigkeit beim Neigen des Sitzes (mein armes Knie...), sein Schnarchen und zu guter letzt auch durch seinen Eigengeruch auffiel, überstanden hatten, konnte es nur noch besser wurden und holla - das wurde es auch. Nur ein mittelgroßer Fettfleck an der Scheibe erinnerte noch an Ignacio...

Die Fähre, mit der wir von Calais nach Dover übersetzten, hieß passenderweise auch Pride of Dover.
Da es leider mitten in der Nacht war, gibt es keine wirklich tollen Außenaufnahmen.

Dafür haben wir innen dann das wohl tollste Gericht der Welt entdeckt:
Das internationale Ernährungsgericht!

In London angekommen haben wir dann das selbstkreierte Programm in Angriff genommen.
Los ging es mit dem National History Museum, in erster Linie wegen der vielen Dinosaurier da und natürlich wegen des ausgestopften Kakapos. Und der sieht in ausgestopft und tot ( :( ) schon dermaßen würdevoll und niedlich aus, wie muss das erst in echt sein?!

Irgendwie hab ich es leider total vergessen, mehr Bilder zu machen, aber vielleicht liefer ich noch welche nach, wenn Dennis seine Speicherkarten gesichtet und sortiert hat.

Danach waren wir dann im London Aquarium.
Zufälligerweise kamen wir genau passend zur Fütterung der Haie an:

Außerdem wurde vor dem Konsum von Meeresbewohnern gewarnt. Man sieht es leider nicht, aber logischerweise steigt die Zahl praktisch sekündlich und... naja. Ich denk drüber nach.

Da gab's dann sogar echte Roboterfische, die in echtem Wasser rumgeschwommen sind - ganz ohne (echte) Kurzschlüsse oder ähnliches. Ziemlich toll und sogar verhältnismäßig lebensecht:


Die Hauptattraktion war aber ganz eindeutig das Becken, in dem Rochen und Katzenhaie schwammen, die man streicheln konnte. Rochen sind ganz rauh oben drauf, wie Schmirgelpapier oder so.

Aber die Tiere stehen augenscheinlich total auf die Streicheleinheiten, sie kamen immer wieder an den Beckenrand geschwommen und ein Rochen war regelmäßig am Durchdrehen vor Verzückung und hat sich im wasser aufrecht "hingestellt" und rotiert wie ein Irrer. Was auch immer er damit genau sagen wollte...

Garnelen gab es auch...

und schwarmweise Neonfische...

und Leuchtquallen.

Danach haben wir dann noch ein wenig mehr Sightseeing gemacht. Aufgrund der Tatsache, dass in London einfach mal so gut wie alles spätestens um 18 uhr schließt allerdings mehr von außen, aber toll war es trotzdem.
Hier Big Ben bei Nacht...

Westminster Abbey...

Piccadilly Circus - laut Dennis das, was der Kröpcke in und für Hannover ist.

Dann waren wir noch im British Museum, das über den größten überdachten Platz der Welt (oder war es Europa? Dennis, verzeih!) verfügt und daher auch sagenhafterweise bis 23 Uhr geöffnet hat. Da war es dann zur Abwechslung mal richtig leer und man musste nicht pausenlos Menschen ausweichen.

Eine Sonderausstellung war dann überraschenderweise aber doch noch geöffnet, die haben wir uns dann natürlich angeschaut. Ich kann leider nicht genau sagen, was das Thema war, es hatte aber irgendwas mit Leben und Sterben zu tun.
Und lieferte uns den Beweis, dass auch nichtmenschliche Wesen diese eine bestimmte Geste für Fotos tunlichst unterlassen sollten...

Die Towerbridge haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen...

Auch wenn es unglaublich anstrengend war und ich bestimmt mehrere millimeter Schuhsohle abgelaufen habe, so war es doch mindestens genauso unglaublich toll, interessant, lustig und... unbeschreiblich!

Und ein paar Dinge über den Engländer an sich haben wir auch gelernt (was nun um Gottes Willen nicht heißen soll, dass wir sonst nichts gelernt hätten. Vermutlich waren wir von allen anderen, die mitgefahren sind, sowieso die Kultiviertesten, immerhin umfasste unser Programm mehr als nur "essen und shoppen". Um uns jetzt auch mal selber zu loben...).
Er führt seinen Nachwuchs zum Beispiel sehr gern an einer Leine spazieren (Hannoveraner und andere Ortskundige sind an dieser Stelle gerne eingeladen, hier einen Witz zu machen):

Außerdem sind die Geldmünzen verwirrend, wenn plötzlich das Silbergeld weniger wert ist als das Kupfergeld und die Größenverhältnisse auch eher... willkürlich anmuten.
Von der Aussprache und so gar nicht erst zu reden ;)
Dafür waren in Calais am Fähranleger irgendwann mal mehr oder weniger politisch aktive Menschen unterwegs, die dafür plädieren, Billy Talent zu stoppen:

In diesem Sinne dann mal Prost, auf ein gutes Jahr 2007 und stilecht wird angestoßen mit original englischem Fido Dido-7up.

Es gibt Dinge, die sterben einfach nie aus, obwohl kein Mensch sie vermissen würde..