28.3.07

Zur Abwechslung mal hoch hinaus.

Dazu aber später mehr.
Zuerst mal hatte ich nämlich einen Plan ausgeheckt, um Dennis nach Hannover zu locken. Ich hab extra einen seiner Lieblingsautoren hierher beordert *hust* oder so ähnlich.
Jedenfalls waren wir am Donnerstag auf einer Lesung von Andreas Eschbach.
Das war ziemlich gut, er hat sehr gut gelesen und alle Fragen beantwortet und wusste auch mit besserwisserischen/seltsamen Leuten, die man auf derartigen Veranstaltungen wohl immer findet, sehr gut und vor allem humorvoll umzugehen.
Und ich glaube, Dennis fand's auch ganz gut.

Ein autogramm hab ich mir natürlich auch geholt.
Und mich bei ihm bedankt, dass er so einen netten schwäbischen Akzent hat - das war echt schön, den mal wieder zu hören.

Einkaufen waren wir auch ganz viel, zum einen, weil das Wetter am Donnerstag leider nichts anderes zuließ und zum anderen weil - naja, man kann viele Sachen angucken und entdecken.
Beispielsweise wissen wir nun, dass Benny vermutlich nach Unterhosen von c&a benannt wurde.

Und dass es bei poco das wohl tollste Poster der Welt gibt:

Es ist sozusagen animiert, mit bewegenden Lichtschwertern. Und Star Wars. Und es ist reduziert. Wer schenkt es mir? :)

Dankenswerterweise beschloss das Wetter dann doch noch, dass Frühling nicht nur auf dem Kalender, sondern auch in echt ganz schön toll wäre und so haben wir die Gelegenheit genutzt und sind aufs Rathaus rauf.
Und das ist ein Erlebnis für sich. Man steigt nicht etwa einfach vieleviele Treppenstufen hoch oder fährt mit einem normalen, langweiligen Aufzug, nein, für 2€ (ermäßigt) kann man mit dem weltweit einzigen Aufzug fahren, der schräg verläuft. Also er fährt die Form der Rathauskuppel nach. Das merkt man auch auf der Fahrt, ich wäre beinahe umgefallen.
Aber es lohnt sich wirklich, von oben sieht es dann beispielsweise so aus:

Da hinten wohn ich - irgendwo!
Und der Regenbogeneffekt ist ganz schön gut. Ich hab keine ahnung, wo der herkommt, geregnet hat es an dem Tag nämlich nicht, aber macht ja nix.

Außerdem bin ich unter die Handwerker gegangen. Nachdem im haus nebenan die Arztpraxis renoviert wird und an Ausschlafen nicht zu denken ist, wurden wir vom Rappel gepackt und wollten auch ein bisschen was in der Wohnung machen.
Ich hab mir mein letztes Regal angebracht.

Es ist nur ein kleines bisschen schief ;)
Eigentlich wollte ich auch noch endlich mal meine Vorhangstange anbringen, aber da machten uns die wundervollen Wände (ich glaub, deren Vorzüge hab ich schon mal angepriesen, gell?) einen Strich durch die Rechnung. In Dannies Zimmer lief es nicht viel anders ab, sie ist nach wie vor regallos.
Und dann war ich noch bei der Post. Da verkaufen sie Spieral-Blöcke [sic!].

20.3.07

Ein Ausflug ins Nerdland.

Ich war auf der cebit - und oh Wunder, ich lebe noch.

Dennis hatte eine Freikarte bekommen und keine Lust/Zeit, um selber zu gehen, also hab ich mich geopfert, sowas kann man ja schließlich nicht verfallen lassen, und schon zweimal nicht, wenn man weiß, dass der reguläre Eintritt 33€ kostet.
Und weil (hoffentlich) eh keiner erwartet, dass ich jetzt vernünftig und informativ über die cebit berichte, gibt's also einfach ein paar wahllose Fotos.
An einem Stand vom Iran zum Beispiel wurde in angemessenem Rahmen das persische Neujahr gefeiert:

Und die Bundesdruckerei hatte auch einen Stand, wo sie gezeigt hat, was sie alles kann und bei welchen Ländern sie so alles beim Passwesen mithilft:

Arg viel mehr Interessantes gab's ehrlich gesagt nicht. Es war recht voll, die Hallen waren nur semigut belüftet und sämtliches Essen und Trinken (weil haha, durchfressen kann man sich an den Ständen wirklich nicht) war extrem teuer.
Nicht mal der Werbegeschenke wegen hat es sich gelohnt. Das ist meine traurige Ausbeute:

Natürlich wäre da wohl mehr drin gewesen, ich war vermutlich einerseits nicht ambitioniert genug und andererseits möcht ich auch keine vierzehn Papiertüten von verschiedenen Firmen besitzen.
Ich hab ein paar professionelle Werbegeschenksammler gesehen, die hatten richtig volle Tüten, aber entweder war's dann doch irgendwie, naja, Kruscht einfach (bitte, wer braucht einen Fujitsugummiball?) oder man hätte sich krumm machen müssen dafür (wenn man alle russischen Firmen abgeklappert und sich nen Stempel geholt hat, bekam man eine 40cm große Matrioschka - aber letztlich steht die auch wieder nur rum...). Das einzige, was ich einigermaßen gern gehabt hätte, wäre ein roter Hut gewesen, den man bei der Firma redhat bekam - die hab ich aber nicht gefunden. Naaaaaaja.
Und bei o2 hab ich extra ein Gewinnspiel ausgefüllt, weil man dann als Dankeschön eine hässliche Tasche bekommen hat (die wäre dann zum Verschenken gewesen, natürlich!). Tja. Und grad als ich die Karte abgeben wollte, waren die Taschen aus. Zur Strafe hab ich dann den Kuli eingesteckt und mich gefreut, weil ich eh nicht meine richtigen Daten angegeben hab :D

Oh ja.

Die obligatorischen Asiaten waren natürlich auch zuhauf da.
Und eins weiß ich sicher. Allein geh ich nicht mehr zur cebit - zu langweilig ;)

19.3.07

Ganz schön tief gesunken...

... genaugenommen so tief wie nur irgend möglich, jedenfalls in Deutschland.
Dennis und ich waren am Sonntag nämlich dort:

Irgendwo im Niemandsland hinter Itzehoe gelegen verbirgt sich dieser besondere Ort: die tiefste Landstelle der Bundesrepublik Deutschland, 3,539m unter Normalnull.

Okay, allzu viel zu sehen gibt es da nicht, eben diese Pfeiler, eine Infotafel, ein Picknickhäuschen und das alles malerisch um einen Kiesparkplatz herum arrangiert, aber Spaß ist, was du draus machst und wir fanden's toll.
Im Gästebuch haben wir uns auch verewigt:

Und - weil es sich ja doch ein wenig anbietet, einen artesischen Brunnen haben sie da auch aufgestellt.


Also eigentlich ist es nur zu empfehlen - und wenn das Wetter an diesem Tag nicht einfach alle Register gezogen hätte (wir hatten wirklich alles: Sonnenschein, Regen, Schnee, Hagel, Temperaturunterschiede von 12 Grad...), wären wir sicher auch ein wenig länger verweilt...

Oh. Und bei Karstadt kann man Frau Superman unters Kleid gucken.

15.3.07

Der Knäckebrotpacman.

Herrje, ich war schon wieder bei Ikea.
Gestern hab ich bemerkt, dass der eine Arm meines Kronleuchters kein Licht mehr gab und nachdem sich herausstellte, dass es nicht an einer durchgebrannten Birne lag, war klar, dass da mal wieder eine Reise zu Ikea ansteht.
Netterweise kam Danny mit, so dass wir zu zweit übervolle Bahnen aufgrund der cebit ertragen konnten - geteiltes Leid oder so.
Bei Ikea war's dann ausnahmsweise mal wirklich leer. Keine kreischenden Kinder, keine Großfamilien, die grundsätzlich im Weg sind und auch sonst - Platz! Sehr seltenes Erlebnis.
Den Kronleuchter konnte ich ohne Probleme umtauschen (es waren ja auch noch sagenhafte 12 Tage Garantie drauf) und jetzt warte ich auf Bennies Heimkehr, damit wir ihn wieder anbringen können.
Außerdem hab ich einen zauberhaften Wandschmuck in Form eines Knäckebrotpacmanveschperbrettchens erstanden:

Und einen giftgrünen Duschvorhang besitzen wir nun auch, der hängt aber auch noch nicht, auch das darf Benny dann machen. Es muss ja irgendeinen Zweck haben, dass der so groß ist.

Des Weiteren möchte ich noch erwähnen, dass ich die tollste Wasserwaage der Welt besitze.

14.3.07

300% mehr Wohnqualität!

Diese Aufräumphase wird so langsam noch richtig produktiv...
Nachdem ich jetzt ja auch schon ein halbes Jahr oder so hier wohne und die mittlere Jalousie immer noch nicht angebracht war, weil die Halterung lose war, was zur Folge hatte, dass ich mehr oder weniger exponiert geschlafen und gelebt habe, hat's mir gereicht.
Frühling ist ja ne wirklich gute Sache, aber wenn man nicht länger als bis neun (und JA, ich finde neun früh!) schlafen kann, weil einem dann die Sonne aufs Gesicht brettert, dann ist das irgendwie auch nur so mittelschön.
Also hab ich mir Benny samt Dannies Akkubohrschraubgerät rekrutiert und siehe da, wir waren erfolgreich:

Ich könnte jetzt also unter die Nudisten gehen und keiner würde es merken - zumindest solange ich mein Zimmer nicht verlasse. Voll gut!
Ebenfalls voll gut und wohnqualitätverbessernd ist es übrigens, Zimmer von Mitbewohnerinnen mit an die 20 Mohrenköpfen (Ach nee, darf man nicht sagen, ne? Egal.) zu dekorieren:

Voll gut.

13.3.07

Tool time.

Nachdem ich heute seit langem mal wieder einen Aufräumanfall hatte, hab ich beschlossen, dass das mit meinem Schreibtisch so nicht mehr weitergeht. Da steht zu viel herum, das staubt permanent ein und sieht nicht schön aus.
Und da ich eh noch einen Gutschein von Ikea für ein Hängeaufbewahrungsdings hier rumfliegen hatte, bin ich kurzerhand da hingefahren.
Das Hängedingens war natürlich schon vergriffen, aber da das vermutlich eh nicht sooo hübsch ausgesehen hätte, hab ich mich spontan umentschieden für so ein kleines Holzkästchen mit Schubladen.
Und damit nahm das Übel seinen Lauf.
Während man die Dinger früher noch vormontiert und am Stück kaufen konnte, bekommt man heute einen Haufen Bretter, zahlreiche Nägel und ist allein auf das Maß an handwerklichem Können gestellt, das man eben mitbringt.
Es ist nämlich so. Ich bin leider absolut nicht gut im Nageln (blöden Witz bitte hier einfügen) und hab mir nicht nur den Zeigefinger blau gehauen, sondern auch das Ding ziemlich verhunzt, fürchte ich.
Die Schubladen sehen so aus:

Und da der Anleitung nur semigut entnehmbar war, wie das mit den Zwischenböden geht (Hallo? Ikeaparagraph?) und mein Vorstellungsvermögen scheinbar zusammen mit dem Finger kaputtgehauen wurde, sind die jetzt zu weit im Kästchen festgemacht und von vorne sieht das so aus:

Ja. Hab ich gut gemacht, wa? :/
Wenn jemand eine formidable Idee hat, wie man Nägel, die komplett reingehauen sind (und zwar wirklich komplett) wieder rauszieht, immer her damit. Dann versuch ich das zu korrigieren. Ansonsten... ansonsten möchte ich vermutlich nicht mehr drüber sprechen und such hier ein dunkles Eckchen für das Ding...

12.3.07

Good idea | bad idea

Um mit dem Positiven zu beginnen:
good idea:
- Das Frühlingswetter ausnutzen und rausfahren, um rumzulaufen.
Zum Beispiel beim Gut Jersbek.

In der Nähe da gibts auch einen Golfplatz, da kann man sich dann mit Golfbällen eindecken.

- Außerdem gut. Ein Heimatmuseum besuchen. Das kostet erstmal in den meisten Fällen keinen Eintritt und die Leute da freuen sich mindestens einen Ast, dass sich junge Leute freiwillig und komplett ohne Zwang für "sowas" interessieren, so dass man am Ende eine Privatführung samt Tee und Keksen bekommt und neben Berufsberatung ("Oben sind dann noch so dinge wie Handarbeit, kochen und so, das ist vielleicht was für Sie") mit ganz viel neugewonnenem Wissen und weiteren Besichtigungstipps nach Hause fährt. Heimatmuseum Bargteheide - nur zu empfehlen!



- Verpackungen für Essen (ich glaube, es war Reis oder sowas) mit hübschem Geflügel bewerben.

Die Packung entstammt allerdings dem Manufactumladen und aufgrund des Preises hab ich dann doch darauf verzichtet, das gute Stück käuflich zu erwerben.

- Aus logischen Gründen noch nicht selbst gestestet, aber bestimmt trotzdem eine extrem gute Idee - der Weltrevolutionstag!

Wird in der u2 in Hamburg beworben und ist sicherlich eine Reise wert. Bis zum 07.07. ist es ja noch ein wenig hin, da ist noch genug Zeit zum Planen...

Als bad idea stellte es sich jedoch heraus, spontan 350km (einfache Strecke!) zu fahren, um einen Überraschungsbesuch abzustatten. Derartige Unternehmungen könnten nämlich unter Umständen damit enden, dass die zu beglückende Person krank und im Lernstress ist und zudem in einem nach eigener Aussage absolut nicht zumutbaren Schweinestall haust. Was dann unmittelbar dazu führt, dass man eben wieder zurückfährt. Was dann jedoch mehr oder weniger unmittelbar dazu führt, dass man einen unschlagbaren Trumpf in der Hand hat und in Zukunft mit dem Argument "Wir sind extra hergefahren" einfach alles bekommt. TOP!
Und zum Abschluss noch eine "Autobahn bei Nacht"-Impression:



Falls das für jemanden von Bedeutung ist, es handelt sich um die a7 Richtung Hamburg.

5.3.07

Lübeck, der Teufel und einäugige Hummer.

Am Sonntag haben Dennis und ich das gute Wetter spontan genutzt und sind nach Lübeck gefahren. Wir haben ziemlich nah beim Holstentor geparkt und daher mit der Besichtigung auch dort angefangen.
Leider sind die Öffnungszeiten der ganzen Museen da nicht ganz so besucherfreundlich (Sonntags bis maximal 17 Uhr, also bitte!), deshalb haben wir so ziemlich alles nur von außen angeschaut.

das Holstentor war 2006 außerdem auf der deutschen 2€-Sondermünze drauf.
Ob das jetzt irgendwie am Foto liegt, dass das auf dem Bild so nach innen zu kippen scheint und die Münze richtig abbildet oder ob es sich echt neigt und die Münze das korrigiert, weiß ich jetzt gar nicht...

Am Marktplatz war dann das alte Rathaus.

Vor der Marienkirche, die leider auch schon geschlossen hatte, sitzt der Teufel herum und grinst sich eins.
Dennis war eher wenig angetan...

In der Altstadt gibt es ganz viele sogenannte Gänge. Das sind, so wurde mir erklärt, Schneisen, die früher durch bereits gebaute und bewohnte Häuser geschlagen wurden, um auch die Innenhöfe bebauen zu können - Lübeck liegt ja auf einer Art Insel und konnte deshalb nicht beliebig vergrößert werden. Die Gänge mussten so breit sein, dass ein Sarg durchpasst und so hoch, dass ein Mensch durchgehen kann. Und wenn man durch einen durchgeht, kann man zum Beispiel sowas sehen:

Ein Stausee in Lübeck... (Hatte der auch einen Namen? Ich weiß nur noch, dass da die Wakenitz gestaut wird.)

Nachdem wir noch einen Abstecher zu Niederegger gemacht haben und da auch fleißig die Wirtschaft angekurbelt haben, sind wir dann in der Dämmerung wieder aufgebrochen.

Außerdem haben wir in Hamburg einen kleinen Hummer mit nur einem Auge adoptiert :')

Und die evangelische Freikirche hier in der Straße versorgt mal wieder mit der täglichen Dosis Moral und Gutmenschentum.

1.3.07

300% mehr Flur und auch sonst.

So, wer schon mal bei uns zuhause war, der kennt unseren Flaschenkarton im Flur, der einen Großteil des selbigen eingenommen hatte, also grundsätzlich immer ein bisschen im Weg war und auch sonst jetzt nicht soo der Hit war.
Letzten Freitag nun wurde Benny von irgendeinem Rappel gepackt, hat mich rekrutiert und wir haben erstmal eine sensationelle Tragevorrichtung gebastelt...

Sie hat auch tatsächlich bis zum Container gehalten, weshalb wir ganz schön stolz waren.
Und der Flur ist riesengroß auf einmal, man kann jetzt sogar breitbeinig darin herumstehen oder durchlaufen:

Gut, wa?!

Außerdem kommt unverhofft vielleicht nicht oft, aber manchmal dann doch. Anfang Januar hatte ich bei ebay.com einen Kakapopin erstanden und war deshalb ziemlich euphorisch und alles.
Und dann kam der nicht... und kam nicht... und kam nicht. Bis mir der Verkäufer sogar das Geld schon wieder zurückerstattet hat.
Und am Dienstag, nach eineinhalb Monaten, lag ein Brief aus den US und A im Briefkasten - der Kakapopin. Juhuuuu! Der deutsche Zoll scheint nicht allzu schnell zu arbeiten, aber was solls...

Er ist unglaublich hübsch, gell?
Falls jemand tolle Ideen hat, wie man den Verschluss (das ist dieser Steckverschluss mit einer Nadel und einem Gummipropf drauf) zu 100% verliersicher umbauen kann - her damit.
(Ach ja, und weil ich natürlich ein guter Mensch bin und alles das, hab ich dem Verkäufer geschrieben und ihm nochmals das Geld für den Pin geschickt.)

Und das Kalenderblatt für März ist auch mal wieder äußerst zeigenswert:

Ein Brillenpinguin aus Afrika, und er winkt :')