21.11.07

"Menschen, ey!"

Um mal meinen allerbestesten Freund auf der ganzen weiten Welt Dunja zu zitieren.
Menschen können... krass sein.
Im Zuge der Erstsemestertutoriumsbespaßung waren wir gestern bei einer Verhandlung am hiesigen Landgericht. Es ging um einen versuchten Mord.
Der 25jährige Angeklagte verfügt - und es verwundert leider kaum - über ein stattliches Vorstrafenregister, keine Ausbildung, dafür aber HartzIV. Zu seinen Hobbies zählen scheinbar täglicher Bier- und Haschischkonsum (4 Liter bzw. 10g am Tag). Dazu Antidepressiva und fertig ist das Gürteltier.
Und eines Abends im März ist er scheinbar ausgetickt. Er ist geständig, er bereut, aber das ändert nichts daran, wie fassungs- und sprachlos einen das zurücklässt. Er hat einen ihm gänzlich Unbekannten nachts an der Ampel gefragt, ob er zu ner Party ginge, ob man mitfeiern könnte. Der Geschädigte hat das ignoriert, das ist ja prinzipiell auch keine allzu dumme Taktik, wenn man es mit etwas zwielichtigen Gesellen zu tun hat.
Wenn man dann aber plötzlich ein Messer im Hals stecken hat, hilft auch das beste Ignorieren nichts mehr. Zum Glück gibt es dann Notoperationen und und und. Aber trotzdem.
Als Außenstehender, eventuell unter glücklicheren Bedingungen Aufgewachsener, sitzt man dann da und kriegt den Mund nicht mehr zu.
Ja, ich weiß, dass Jura oder Strafrecht nicht die besten Grundlage ist, um an das Gute im Menschen zu glauben, aber... Holla. Morgen früh gibt's vermutlich das Urteil.

Und noch was Verstörendes, aber viel erträglicher und irgendwie dann doch anders:

Süßigkeiten aus Frucht und Stein. Tolles neues Konzept, zumindest wenn man über ein intaktes Gebiss verfügt und das gern ändern möchte. Oder so.

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