19.3.08

Bilder, Smileys, Sensationen.

Jaaa, dämliche Überschrift, ich weiß...
Erstmal liefere ich noch das Märzkalenderblatt nach, dieses Mal:


Ein Kaatz vorm Trevibrunnen.

Und ein Foto, das eigentlich mit London zusammenhängt, weil es während eines Zwischenstopps an einer Raststätte in Aachen gemacht wurde, das aber auch alleine recht gut besteht.
Ein Downsyndromsmiley!


Wundervoll!

Weiterhin hatte ich beim Arbeiten mal wieder ein schönes Erlebnis.
Protagonist ist dieses Mal ein Migrationshintergründler unter 20, der mit seiner werten Frau Mama im Schlepptau durch den Laden zog, Hip Hop suchte und Muttern anschnauzte (Okay, vielleicht auch nicht, aber bei diesen Sprachen, die immer klingen, als würde man sich nur anmotzen, kann das ja keiner so genau sagen).
Jedenfalls fand er schließlich, was er suchte (das Album von Massiv, diesem Gangsterrapper, der eventuell vielleicht seine eigene Er- oder Anschießung vortäuschte) und bezahlte auch brav. An dieser Stelle ist hinzuzufügen, dass die Hülle der CD mit einem Safer, also dieser Klauvorrichtung, gesichert war. Ich hab den Safer also abgemacht und aufs Regal zu allen anderen gelegt, dann dem Typen die CD gegeben, kassiert und fertig.
Nicht ganz. Er kam dann nochmal zurück und meinte "KannischbittedieganzeHülleham?" Ich war erstmal ordentlich verwirrt, bis ich verstanden hab, was er meinte: Er hat das Prinzip eines Safers nicht ganz begriffen und dachte, der wäre ein tolles, zur CD gehöriges Gimmick, das ich ihm hinterhältigerweise vorenthalten wollte. Menschen, ey!

Außerdem suche ich nach wie vor nach einem aufstrebenden Jungchirurgen oder alternativ nach einem Menschen, der mit Chloroform und einem rostigen Messer umzugehen weiß. Mein Blinddarm zickt mal wieder rum...

6.3.08

Gute Kunden zum Dritten. Und London.

So.
London also. London war einfach fabelhaft, das kann man gar nicht anders sagen.
Rainbowtours kam zwar gewohnt ätzend rüber ("Die Toilette im Bus sperren wir nicht auf, weil nachts wird es kalt und dann friert das Wasser darin und die Toilette geht kaputt und es stinkt" dicht gefolgt von "Benutzt die Müllbeutel im Bus, wenn ihr euren Müll in der Tasche lasst, schimmelt der sofort und es gibt kleine Tierchen"), die Fähre brauchte sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg länger als geplant und es war anstrengend wie nochwas, aber es war toll.
Wir haben die Shops vom National History Museum und dem Scienemuseum leergekauft, weshalb ich jetzt nicht nur ein neues Schlüsselband, sondern auch einen Schlüsselanhänger mit einem kleinen Rubikwürfel dran besitze.
Außerdem waren wir in Camden, um ein wenig "Stadtflair" einzufangen und uns das mal anzugucken. Sehr lohnenswert ist Camden, ich kann es nur empfehlen. Die Leute lassen gut mit sich handeln oder handeln sich selber runter (so kam Dennis zu einer Pacmangürtelschnalle), so viel tolles Essen, wie man da kaufen kann, kann man gar nicht essen und auch sonst - prima.
Das Wetter hat auch richtig gut mitgespielt - es war zwar relativ windig, aber dafür recht mild und vor allem trocken.
Ziemlich gegen Ende unseres Aufenthaltes hatte ich dann die Gelegenheit, einen lange gehegten Plan zu verwirklichen. In London steht ja unter anderem der Marble Arch herum. Und wie man - auch bei Wikipedia - lesen kann, ist es eigentlich nur Königs gestattet, da durchzulaufen. Aber ich hab mich schon lange gefragt, wie das verwirklicht werden kann, wenn da nichts abgesperrt ist und sowieso.
Also wollte ich unbedingt durchlaufen.


Ich bin durchgelaufen. (Normalerweise sehe ich nicht so behindert aus, wenn ich renne. Hoffe ich.)
Leider ist Dennis' Blitz zu langsam gewesen für vieleviele Bilder, die mir ein sensationelles animiertes Gif ermöglicht hätten, aber naja. Festgenommen hat mich jedenfalls niemand, allerdings kam auch keiner und hat mich zur neuen Königin gekrönt oder so. (Und ich stifte demjenigen einen Preis, der mir erklären kann, ob und was es mit einer Flagge/Fahne auf dem Marble Arch auf sich hat. In dem Lied "Hallelujah" von Leonard Cohen heißt es "And I've seen your flag on the Marble Arch, a love is not a victory march" und weder das Internet noch, äh, das Internet können mir beantworten, was eine Flagge auf dem Marble Arch bedeutet. Also los, informiert euch!)

Und dann der versprochene gute Kunde.
Für mich war die ganze Sache weniger gut, aber... was tut man nicht alles. Der Protagonist ist etwa 50 Jahre alt, mit Migrationshintergrund und spricht außerdem sehr leise, weshalb man zwangsläufig etwas näher rangeht, um ihn zu verstehen, was dann seinen Mundgeruch offenbart.
Jedenfalls will er erstmal mein Sternzeichen wissen und erzählt mir dann, dass er gewettet hätte, dass ich Schütze bin. Tja, bin ich nicht.
Dann will er Musiktipps, möchte sich allerdings zu seinem Geschmack im Besonderen und/oder Allgemeinen nicht äußern. Also lasse ich ihn selber rumsuchen und arbeite weiter.
Er kommt wieder an und fragt, ob er mich wohl mal anrufen dürfte. Meine Antwort, dass mein Freund da eventuell was gegen hätte (Auch wenn mir schon da ziemlich klar war, dass mein Freund das Ganze wohl eher... erheiternd findet :P ), beeindruckt ihn nur wenig. Der müsse ja nichts davon erfahren. Ja, is klar. Oh, und welches Sternzeichen der Freund denn wäre.
Es folgt ein Vortrag über gute und schlechte Sternzeichenkombinationen. Nebenbei kauft er eine CD, nicht ohne mich noch recht dreist runterhandeln zu wollen.
Zum krönenden Abschluss dann fragt er, ob ich ihn eventuell mal anrufen würde - irgendwann. Ich zeige mich wieder skeptisch und wenig angetan, aber er lässt es sich nicht nehmen, seine Nummer und einen unleserlichen Namen aufzuschreiben.
Falls also jemand alte Migranten mit Mundgeruch als bevorzugte Zielgruppe hat - ich hätte da eine Nummer zu vergeben...

2.3.08

Ein kurzer Vorgeschmack auf meinen Londonbericht.

Jawoll, das sind meine Füße.
Und ja, normalerweise verfüge ich über zwei Knöchel/Fußgelenke, die sichtbar sind.


Aber nach gefühlten tausend Stunden im Bus und ganz viel Rumlaufen in London sind sie wohl etwas angeschwollen, die Füße. Tut zum Glück aber nicht weh.
Trotzdem mach ich heute nix mehr außer Skittles essen, Dr. Pepper trinken (Ich hab mir eine ZWEILITERFLASCHE gekauft <3), Musik hören und die Erkenntnis genießen, dass eine Dusche manchmal das Schönste der Welt sein kann.
Einen ausführlichen Erlebnisaufsatz gibt es dann die Tage. Ich schwör.