29.4.08

28.4.08

Höchst interessante Dinge.

Zum Beispiel, dass Brigitte Zypries augenscheinlich nicht gern Schuhe trägt.


Jedenfalls war so ziemlich das erste, was sie bei der Podiumsdiskussion zum Thema Terrorismus und Datenschutz und Freiheit und Sicherheit und sowieso tat, sich der Schuhe zu entledigen. Sehr schön.
Nein, ich muss aber sagen, die Diskussion war wirklich nicht schlecht. Es gab zwar natürlich wieder die üblichen nervigen Zwischenrufer und ich musste auch einen bestimmten Kommilitonen ertragen, den ich normalerweise meide, wo es nur geht, aber als Ausgleich erlebte ich nicht nur einen meiner Dozenten, wie er auf eine fürchterlich polemische Art Fragen stellte, nein, ich erlebte auch, wie Frau Zypries ganz herrlich zurückpolemisierte und sehr sympathisch verbal mit den Augen rollte.

Außerdem hab ich heute auf der Straße zwei Spielkarten (Pik As und Kreuz Dame) gefunden. Ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat, aber vielleicht bringt es ja Glück - jedenfalls hatte ich heute extrem viel davon, als immer dann ein Bus fuhr, wenn ich an der Haltestelle ankam. Juhu!

25.4.08

Graa, Deppenapostropheskalation mal wieder.


Haxe' n. Oh BITTE.
Wo nehmen die Leute sowas nur immer her? Ehrlich jetzt. Ich krieg so langsam Angst, dass sich solcher Unsinn früher oder später noch durchsetzt, einfach weil die Mehrheit auf Deppen-Bindestriche, Deppen Leerzeichen oder Deppenapostroph'e besteht.

23.4.08

Fahrraddiebstahl mal anders oder so.

Als ich vorhin vom Sport heim kam (An dieser Stelle möchte ich äußerst subtil darauf hinweisen, ja, ich gehe immer noch brav zwei bis drei Mal die Woche zum Sport!), entdeckte ich im Hausflug diesen Zettel.


An sich nichts sooo außergewöhnliches, und in diesem Haus sowieso nicht.
Aber.
Fahrrad mit Schloss am Hinterrad? Check.
Silberfarbenes Damenrad älteren Baujahrs? Check.
Kettenschaltung und Schalthebel an der Mittelstange? Check.
Mein Fahrrad ist das doch! Also hab ich mal schnell geguckt, ob mein Rad einen Zwilling bekommen hat - nein.
Sodann den Nachbarn aufgesucht, denn auf ein aufgebrochenes Schloss (Okay, das wäre nun nicht machbar gewesen, jedenfalls nicht Samstag, mein Rad ist nämlich noch bis Dienstag in der Reparatur) und rechtliche Schritte hab ich ja nun auch keine Lust.
Das Gespräch mit eben diesem ergab dann, dass er sich bei ebay für 20€ sieben Fahrräder gekauft hatte, um die aufzumotzen und weiterzuverkaufen (Kein Wunder quillt der Fahrradkeller über!) und er sich zu 97% sicher war, dass meins dazu gehört. Tut es ja nun aber ganz eindeutig gar nicht.
Ich hab ihm also erklärt, dass mein Fahrrad mein Fahrrad ist und ich es seit November ordnungsgemäß mit Schloss versehen im Fahrradschuppen aufbewahre. Er hat mir das nicht so ganz komplett geglaubt, war mein Eindruck, aber er meinte dann irgendwie, letztlich hätte er ja pro Rad keine 2,50€ bezahlt und naja, wenn meines aus der Reparatur wieder da ist, würde er es sich nochmal angucken, um zu sehen, ob es das Rad ist, von dem er denkt, dass es ist.
Ich hoffe also, dass ich mein Fahrrad jetzt behalten darf und sollte es plötzlich doch verschwunden sein, weiß ich ja immerhin, wo ich nachfragen werde - oder wo ich ein neues herkriege.

Nachtrag: "Augenscheinlich" schreibt man klein, du Spasti. Oder kann man das anfassen?!

22.4.08

Mal wieder ein guter Kunde.

Ich hatte heute mein erstes Mal mit einem im Laden prinzipiell bekannten Individuum. Er wird dort unter dem Decknamen "Mann mit Hut" geführt, ist laut Erik unter keinen Umständen ernst zu nehmen, beklagt sich reihum bei den Mitarbeitern über alle anderen Mitarbeiter und versucht seit Jahren vergeblich herauszufinden, wer eigentlich der Chef von diesem Sauhaufen ist, um sich endlich mal ordentlich beschweren zu können.

Er trat in mein Leben, indem er mich plötzlich anraunzte "Wieso haben Sie denn nie neue Videokassetten? Da steht ja immer nur das Gleiche, wieso komm ich eigentlich her, da kommt ja nie was Neues dazu. Der da drüben [gemeint ist ein Laden für Schallplatten, Bücher und andere Medien ein paar Häuser weiter] hat einen riesigen Tisch voller VHS, wieso haben Sie das nicht?".
Ich versuchte ihm zu erklären, dass wir VHS lediglich von privat ankaufen und nicht über den Großhändler bestellen, es deshalb also nicht wirklich in unserer Macht liegt, was wir an Videos so da haben.
Er erklärte dann, dass er ja Sammler sei und "Sie müssen halt auch mal ordentlich Werbung machen, die Leute müssen wissen, dass da ein Bedarf besteht, machen Sie Werbung. Sehen Sie, das ist ja nur logisch, mehr Werbung. Ich kenne mich ja mit Mathematik aus, mir können Sie das glauben. Sehen Sie das ein?" Mathematik. Werbung. Ja, das seh ich ein.
An diesem Punkt war ich hauptsächlich damit beschäftigt, mir das Lachen zu verkneifen und behielt deshalb für mich, dass ich einerseits den Zusammenhang zwischen Mathematik und Werbung nur bedingt erkenne und andererseits ganz ketzerisch Videokassetten jetzt vielleicht nicht unbedingt total für das Medium der Zukunft schlechthin halte und es unter diesem Gesichtspunkt auch ganz klug ist, nicht den halben Laden mit VHS vollzustopfen - Sammler hin oder her.
Er kaufte mir meine Einsicht auch ab ("Na immerhin sehen Sie es ein, das ist ja schon mal ein Anfang"), kaufte dann sage und schreibe eine Videokassette und gab mir noch auf den Weg "Ich kann Sie nur mit Nachdruck dazu auffordern, das auch weiterzuleiten. Sie müssen Werbung machen!" 

20.4.08

Mirfälltkeineguteüberschriftein und ein Jubiläum.

Ich bin heute mit der Straßenbahn gefahren (Oh ja, so fangen die spannendsten Geschichten an!), beziehungsweise ich habe auf selbige gewartet und stand an so eine Säule gelehnt.
In unmittelbarer Nähe waren zwei Männer mit einem kleinen Kind, das da so Faxen machte. Und auf einmal kam das Kind an, stellte sich neben mich gegen die Säule und schrie dann laut "AUAAA" und guckte mich vorwurfsvoll bis anklagend an. Ichhabnixgemachtey :D
Scheinbar war das aber eine bekannte Masche, weil keiner der zum Kind gehörigen Männer dadurch großartig aufmerksam wurde. Ich find's irgendwie gut, das will ich jetzt auch mal ausprobieren.

Oh ja, und ich bin heute irgendwie seit 12 Jahren oder so konfirmiert. Yay.

18.4.08

Fragen über Fragen.

Okay, eigentlich sind es nur zweie, aber trotzdem.
Wieso will man immer das, was man nicht (sofort) haben kann? Wieso fällt mir exakt 12 Stunden, nachdem ich mir den Pony nachgeschnitten hab, ein, dass ein langer/gar kein Pony eigentlich auch mal wieder ganz fesch wäre?

Und wann wird's bitteschön endlich Frühling da draußen? Ist ja nicht zum Aushalten.

16.4.08

Zeit für ein Outing.

Der Schtern hat den Test auch gemacht und sein Ergebnis gebloggt und deshalb mach ich das jetzt auch. (Ah, so langsam klingt das hier auch, als hätte ich keine eigenen Ideen und würde immer beim Schternle klauen...)
Es geht um folgenden Test hier. Man beantwortet Fragen und erfährt dann, welche berühmte Führungspersönlichkeit man ist.
Und ich bin...


Ja, Che Guevara. Ich bin also der Held aller sechzehnjährigen Kiffer und Alternativen. Und ich werde auf einem Berg sterben - na super.

15.4.08

Dinge, die man mal gemacht haben sollte.

Weil ich ja so jung und dynamisch und motiviert bin, probiere ich natürlich gerne neue Sachen aus.
Und aus diesem Grund werde ich mich einer Darmspiegelung unterziehen. Während ganz Deutschland also am 8. Mai das Kriegsende zelebriert, werde ich mich in eine Kurznarkose begeben und mir mit einem 1,2m langen... Ding im Hintern... naja, lassen wir die Details.
Okay, ganz genau genommen mach ich das weder wegen des Kriegsendes noch aus Jux und Dollerei, sondern weil ich scheinbar über Jahre hinweg meinen armen Blinddarm völlig zu Unrecht verdächtigt habe - laut meinem Hausarzt sprechen meine Blutwerte (von so einem Protein, das mit Entzündungen zu tun hat, hab ich einen Wert von 9,96 im Blut - normal ist alles bis 0,5) eher dafür, dass ich eine chronische Darmentzündung hab. Hurra!

8.4.08

Literaturkritik.

Ich meine, ich kann ja auch mal was für das intellektuelle Wohl meiner Leser tun.
Es geht also um zwei Bücher (Nee nee, ich lese schon mehr, aber das sind jetzt mal zwei Bücher, zu denen mir spontan was einfällt).

Das erste Buch ist dieses hier:


Ich hab es zu Weihnachten bekommen, und Muttern meinte dazu "Da lernst du ja auch was". Ja. Also informativ ist das Buch in jedem Fall, es ist eine ziemlich ausführliche Chronik der Geschichte der RAF und bindet die Biographien der Führungspersonen auch gut mit ein.
Es gibt nur ein Problem. Und das ist Butz Peters. Butz Peters! Butz Peters mag - um nicht zu sagen: liebt kurze Sätze. Sätze, die gerne mal ohne Verb einfach zwei Worte lang sind.
Ich veranschauliche das mal eben:
"Am 1. September 1968 in Bonn geboren. Mit sechs zieht er mit seinen Eltern nach Hamburg. 1987."
Bitte. "1987" - das ist doch kein Satz. Aber in dem Stil geht das durchweg - Butz Peters gibt Zusatzinformationen und anstelle dass er sie einfach in den Schreibfluss einbindet, schiebt er sie in Minisätzchen nach. Anstrengend.

Das zweite Buch, zu dem ich etwas sagen will, ist jenes:


Der Schtern hat dazu auch schon etwas gebloggt und mich dadurch dazu gebracht, das Buch zu lesen. (Genaugenommen hat er mir das Buch sogar geliehen, aber ich werde es mir auch selber kaufen, nur vermutlich auf englisch.)
Ich hatte davor schon von dem Buch gelesen und es hatte mich auch interessiert, aber ich befürchtete, einen weiteren Abklatsch von Nick Hornbys "High Fidelity" vorzufinden, der in seiner Nervigkeit vermutlich eher Stuckrad-Barres "Soloalbum" das Wasser reichen könnte.
Aber nichts davon stellte sich als wahr heraus. Zwar geht es vielleichteventuellentfernt um das Selbe (Mann hat Frau/Freundin, die verlässt ihn (High Fidelity)/stirbt (Love is a Mixtape) und er rekapituliert/verarbeitet die Beziehung und den Verlust mit Hilfe von Musik), aber es ist eben doch anders. In "Love is a Mixtape" steht irgendwie dann doch die Musik mehr im Vordergrund, man reist mal eben durch zwei Jahrzehnte Musikgeschichte und lernt zumindest, dass man auch mal Hanson gut finden und trotzdem beim Rolling Stone eine Anstellung kriegen kann.
Es ist jetzt nicht das tiefgründigste Buch der Welt, "High Fidelity" ist schon um Einiges besser, aber es ist ein Buch, das man gut lesen kann, das einem Bands wieder ins Gedächtnis ruft, die schon unter irgendwelchen Gedankenbergen verborgen waren (Halloooo Nirvana) und das einen trotz des traurigen Ausgangspunktes mit nur einem kleinen Knoten im Bauch zurücklässt - weil man ein wenig daran erinnert wurde, wie sehr man sich in Musik verlieben kann und dass früher vielleicht nicht alles besser war, aber dass gute Musik eben keine Erfindung der letzten zwei Jahre ist.

7.4.08

Uh. Ganz viel Kram.

Woran merkt man nicht nur, dass man mal wieder bloggen sollte, sondern auch, dass man zumindest einen Stammleser hat? (HALLO JAN ICH GRÜSZE DICH AUS DEM INTERNET RAUS! :D ) Wenn man dazu aufgefordert wird, mal wieder zu bloggen, richtig.
Tu ich hiermit auch.
Erstmal also die Kaatz für den April:


Vorm Petersdom, in einer Kutsche. Ich weiß nicht genau wieso, aber irgendwie mag ich das Bild nicht. Eventuell ist es die Farbzusammenstellung der Kutsche.
Aber die wirkliche, echte Katze des Monats ist vielmehr Kathis Katze, die Hilde. Die kriegt nämlich Babies - es kann jede Minute soweit sein!

Vor eineinhalb Wochen war außerdem Archäää mal wieder in Hamburg. Das war ziemlich gut so prinzipiell und hoffentlich hat sie trotz etwas wenig Schlaf ihren TOEFL auch bestanden.
Ich hab ihr jedenfalls Inhalt für ihr neues Medaillon gebastelt. Den Chickencolonel von Kentucky Fried Chicken nämlich!


Da freut sie sich!
Und wir haben reduzierte Ostersüßigkeiten entdeckt, unter anderem diese Köstlichkeit:


Ich weiß wirklich nicht, was das soll. Es ist ein Ei aus Nougat, in einer echten Eierschale. Es macht nicht so wirklich viel Sinn, weil Folienverpackungen eindeutig leichter zu entfernen sind, aber vielleicht ist es eine Art Kindersicherung - man weiß ja nie.

Auf einer Bank in Uelzen hab ich irgendwann eine fragwürdige Liebeserklärung entdeckt...


Mit Deppenleerzeichen sogar, zauberhaft!
(A propos Deppenleerzeichen: Ich hab hier noch eine "Bild der Frau" liegen, die ich im Zug gefunden hab (ehrlich!), die ist so voller Rechtschreibentgleisungen, die verdient einen eigenen Eintrag - die Tage dann mal...)

Und ich möchte an dieser Stelle nochmal in aller Deutlichkeit darauf hinweisen und mich darüber freuen, dass ich seit einer Woche wieder ein freier Mensch bin und den ätzenden Hiwijob bei dem noch ätzenderen Dozenten hinter mir hab!
Er hat mir zum Abschied ein Buch geschenkt. Oder nein, er hat nicht mir ein Buch geschenkt, er hat es einer Frau "Wischullek" geschenkt. Ich hoffe, die taucht nicht irgendwann auf und fordert das ein, ich hab es nämlich aus Versehen schon ein bisschen ramponiert. Wie auch immer. Ich hab's hinter mir. Ein guter Satz.