30.12.09

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The Postal Service - The District Sleeps Alone Tonight

22.12.09

Nur eine kleine Mitteilung am Rande: In letzter Zeit kriege ich verstärkt Spam in den Kommentaren hier.
Das nervt mich ziemlich, und deshalb muss jeder Kommentar jetzt erstmal von mir freigeschaltet werden - also nicht wundern und bitte trotzdem kommentieren!
Danke.

21.12.09

Ein Mann gibt Auskunft.

Ich glaube, ich habe noch nie mein allerliebstes Lieblingsgedicht gebloggt, und das geht ja irgendwie auch nicht klar. Außerdem denke ich aus irgendeinem Grund in letzter Zeit wieder verstärkt daran und sage es mir im Kopf vor.
Deshalb also jetzt:

Ein Mann gibt Auskunft (Erich Kästner)

Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Du wusstest, was ich wollte, stets und gehst.
Ich wünschte zwar, ich könnte dir's erklären,
und wünsche doch, dass du mich nicht verstehst.

Ich riet dir manchmal, dich von mir zu trennen,
und danke dir, dass du bis heute bliebst.
Du kanntest mich und lerntest mich nicht kennen.
Ich hatte Angst vor dir, weil du mich liebst.

Du denkst vielleicht, ich hätte dich betrogen.
Du denkst bestimmt, ich wäre nicht wie einst.
Und dabei habe ich dich nie belogen!
Wenn du auch weinst.

Du zürntest manchmal über meine Kühle.
Ich muss dir sagen: Damals warst du klug.
Ich hatte stets die nämlichen Gefühle.
Sie waren aber niemals stark genug.

Du denkst, das klingt, als wollte ich mich loben
und stünde stolz auf einer Art Podest.
Ich stand nur fern von dir. Ich stand nicht oben.
Du bist mir böse, weil du mich verlässt.

Es gibt auch andre, die wie ich empfinden.
Wir sind um so viel ärmer, als ihr seid.
Wir suchen nicht, wir lassen uns bl0ß finden.
Wenn wir euch leiden sehn, packt uns der Neid.

Ihr habt es gut. Denn ihr dürft alles fühlen.
Wenn ihr trauert, drückt uns nur der Schuh.
Ach, unsre Seelen sitzen wie auf Stühlen
und sehn der Liebe zu.

Ich hatte Furcht vor dir. Du stelltest Fragen.
Ich brauchte dich und tat dir doch nur weh.
Du wolltest Antwort. Sollte ich denn sagen:
"Geh!"

Es ist bequem mit Worten zu erklären.
Ich tu es nur, weil du es so verlangst.
Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Und wer kommt nun? Leb wohl! Ich habe Angst.

18.12.09

WTF Klima?!

Ich war draußen und kann sagen: Es fühlt sich in etwa so an, wie man sich das vorstellt. Nur tausendmal schlimmer.

8.12.09

Und das hab ich jetzt davon.

Richtig berühmt ist man doch spätestens an dem Punkt, wo man persönliche Hasspost bekommt, oder? Dann hab ich's geschafft.
Die Geschichte dazu beginnt genaugenommen bei Harald Schmidt. Der hat nämlich irgendwann folgenden Clip gedreht und gesendet:


Das fand ich zusammen mit ein paar anderen Leuten ziemlich lustig. So lustig, dass wir beschlossen, eine Gruppe im studi.vz einzurichten. Diese trägt den Namen "Igel muss man immer umdrehen und von unten auslöffeln"; der Videoclip ist in der Beschreibung verlinkt. Die Gruppe hat inzwischen einen Haufen Mitglieder, aber sonst tut sich da nix.
Gestern aber hat jemand (der/die/das sich leider schon wieder gelöscht hat, wirklich schade!) die Gruppe entdeckt und sich scheinbar ein wenig daran gestört. Und mir dann einen Denkanstoß verpassen wollen:

Ich werde also höchstwahrscheinlich nie der Liebe meines Lebens begegnen (ärgerlich, aber notfalls werd ich eine verrückte Katzenfrau, dann hab ich auch Gesellschaft) und wenn man mich nicht totfährt, dann werde ich von einem nicht näher definierten Tier (das mich aus dem "gemeinsamen Bewusstsein", einer Art "Aktenzeichen XY ungelöst" für Tiere, wenn ich das richtig verstanden habe, kennt) erkannt und sofort gelyncht. Was mich darauf bringt, den Plan mit der verrückten Katzenfrau noch mal gründlich zu überdenken...

25.11.09

Musiksammler - Eine Fallstudie.

Ich verstehe Musikliebhaber nicht. Was etwas seltsam anmuten mag, immerhin arbeite ich in einem Plattenladen und mag Musik selber ziemlich gerne.
Vielleicht sollte ich es umformulieren: Ich verstehe Musiksammler nicht. Nicht den Typus, der sagt "Ich mag Band X, ich will die Diskographie vollständig haben" oder "Ich mag Musikrichtung Y, ich will davon vieles besitzen". Das ist nachvollziehbar, das ist das, was man vielleicht auch mit "Fan sein" umschreiben könnte.
Ich verstehe diese Sorte Mensch nicht, die irgendwie immer (oder meistens, aber im Falle unserer Kunden eben immer) männlich ist, eher fortgeschrittenen Alters und meistens mit einer Liste (gerne in Klarsichtfolie oder im Schnellhefter, zwecks Haltbarkeit) bewaffnet im Laden aufschlägt.
Und dann wird das Sortiment unter Zuhilfenahme der Liste durchkämmt. Bravo Hits 34? Steht auf der Liste, wird gekauft. "Pussy" von Rammstein als Maxi? Dito. Ein Best Of von Demis Roussos? Mitgenommen.
Das an sich wäre jetzt noch nicht ganz so verwunderlich; ab einer gewisse Größe der Musiksammlung verliert man schon mal den Überblick, was man bereits besitzt und was noch fehlt. Eine Liste ist da etwas sehr praktisches und naheliegendes.
Was mich nur so irritiert, ist die recht offensichtliche Wahllosigkeit, mit der gekauft wird. Da lässt sich einfach kein Musikgeschmack herausfiltern, da entsteht wirklich der Eindruck, es werden im Vorfeld Kataloge gewälzt und dann gezielt alles mit ansatzweise (Seltenheits)Wert gekauft. Und dann? Geht man auf Plattenbörsen und gewinnt den Schwanzvergleich mit den anderen Sammlern, weil man sagen kann "Ich habe die Maxi CD von Britney Spears' "Hit Me Baby One More Time" in der Erstauflage"? Sitzt man zuhause und blickt auf das Sammelsurium aus allen Musikrichtungen und Veröffentlichungsformen und denkt sich "Wenn ich das alles verkaufen würde, bekäme ich... zwölfhundert Euro" (Das sind vierundzwanzighundert Mark!)?
Mir fehlt da einfach komplett der Zugang, das Verständnis. Das ist so eine extrem klinische und unemotionale Art des Sammelns, ich erkenne darin weder Herzblut noch Begeisterung für einen Künstler oder eine Band. Das ist die Ausübung eines Hobbies, nachdem man sämtliche Elemente wie Spaß, Leidenschaft oder Faszination eliminiert hat. Die Tätigkeit des Sammelns, des Suchens nach Schnäppchen, Glückstreffern oder das Finden von lange Gesuchtem wird durchexerziert und erledigt wie der wöchentliche Großeinkauf oder der Hausputz.
Jedenfalls wirkt es auf mich so. Das ist sogar einer dieser Fälle, wo ich mir fast schon wünschen würde, falsch zu liegen. Weil es doch verdammt traurig wäre, wenn ich recht habe. Weil das auch nicht der Weg ist, den ich mir für den Umgang mit Musik wünsche.
Und vielleicht gibt es ja tatsächlich Menschen, die nicht nur sagen "Ich hör eigentlich alles/was eben so im Radio kommt", sondern auf die das wirklich, wirklich zutrifft und die im CD-Regal wirklich Rammstein neben Jay-Z, den Wildecker Herzbuben, Bravo Hits und Slayer stehen haben und das auch verdammt gut so finden.

22.11.09

John Irving und ich.

John Irving und mich verbindet ja eine recht spezielle Beziehung. Also, genaugenommen ist es eine recht einseitige Beziehung, weil John Irving höchstwahrscheinlich nicht einmal weiß, dass ich existiere. Also ist es wohl eher so, dass das, was ich mit John Irving habe, eine klassische Form der Hassliebe ist.
Ich mag John Irving für seine Bücher. Und ich hasse ihn auch für seine Bücher.
Er kann schreiben, und dann kann er es wieder nicht. Ich versuche mal, das zu verdeutlichen.
"Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist ein ziemlich gutes Buch (mit einer im übrigen auch sehr gelungenen Verfilmung); meiner Meinung nach sein bestes. Was auch daran liegen könnte, dass John Irving da ausnahmsweise nicht ganz so arg, naja, er selber ist.
John Irvings Bücher haben nämlich alle etwas gemein. Das meiste Vieles sogar.
Er mag Bären, vorzugsweise akrobatisch erfahrene Bären (wobei das vielleicht nur ein Mittel zum Zweck ist - wilde Bären sind in Neuengland nicht ganz so zahlreich vertreten, also muss auf Importware zurückgegriffen werden). Und Neuengland. Und Ringen und Football. Und Wien, respektive die deutsche Sprache. Amsterdam. Inzest. Junge Männer, die Beziehungen zu charakterstarken, deutlich älteren Frauen haben. Religion. Schriftstellertum. Amputierte/verlorene Gliedmaßen. Und erwähnte ich schon diese unsäglichen Bären?
Während es durchaus normal und begrüßenswert ist, wenn Autoren Interessenschwerpunkte und Fachgebiete haben, hat John Irving leider kaum etwas anderes. Es ist mit ihm und den Bären (und dem ganzen anderen Zeug, siehe oben) ein bisschen wie mit Guido Knopp und dem Zweiten Weltkrieg.
Jedes. verdammte. Buch. dreht. sich. darum.
Man könnte sich beim Lesen eine Liste neben das Buch legen und abhaken: Bären? Check. Geschichten in der Geschichte? Check. Inzest und/oder Alte-Frau-mit-jungem-Burschen? Check. Neuengland? Selbstverständlich. Ringen? Oh yes, Sir. Simma in Wien? Ja, freilich. John Irving eine zimmern für diese ständige Redundanz? Mit Vergnügen.
Das Gemeine daran ist halt nur, dass er grundsätzlich schreiben kann. Und dass die Szenarien, die er sich so ausdenkt, durchaus gute sind (und die Klappentexte mich früher oder später auch rumkriegen). Dass die Handlungsstränge ausgesprochen vielschichtig und kein bisschen oberflächlich sind. Dass sein Humor und die Tragikomik und das Makabre ziemlich ansprechend sind.
Also wiederholt sich bei mir regelmäßig Folgendes. Ich suche ein neues Buch zum Lesen (oder das Internet ist kaputt, wie vorgestern, und ich beschließe, endlich mal "Hotel New Hampshire" zu gucken), stolpere dabei früher oder später über Irving und denke "Ach, vielleicht ist ja alles gar nicht so schlimm, vielleicht stört mich das alles jetzt weniger und vielleicht ist bei diesem Buch alles anders". Was es natürlich nicht ist. Natürlich nicht.
Ich lese, und hake gedanklich die Liste ab. Und würde John Irving gern jeden Bären einzeln aufbinden auf den Hals hetzen.

12.11.09

Fußballfans - eine extrem kurze Fallstudie.

Gestern abend war hier ein Gedenkgottesdienst mit anschließendem Trauermarsch für Robert Enke.
Ich war nicht dabei, weil warum auch, aber soeben las ich folgendes in der Presse:

Man mag das nun irgendwie unpassend oder auch irgendwie rührend finden, wie man will, aber offenbar können Fußballfans bei Zusammenkünften gar nicht anders, als zu klatschen und zu skandieren.

6.11.09

Ein gutgemeinter Ratschlag.

Ich geb ja immer gerne Lebensberatung und Tipps und Ratschläge. So als Gegengewicht zum Meckern.
Deshalb also für dich, liebe Menschheit, und besonders für dich, Wolfgang Niedecken:


Es ist zu keinem Zeitpunkt (ich wiederhole das gerne nochmal: Zu. Keinem. Zeitpunkt.) akzeptabel oder cool, fremdsprachige Eigennamen oder etablierte Bezeichnungen durch ein deutsches Äquivalent (oder auch: "Äquivalent") zu ersetzen.
Zu keinem Zeitpunkt.
LOF,
ich.

5.11.09

Nomen est omen.

Die deutsche Nachrichtenlandschaft mag Tiere.
Die helfen einem recht gut durch eventuelle Sommerlöcher (siehe Problembär), sehen zumindest eine Zeit lang adrett und putzig aus und lockern auch sonst die Nachrichtenflut etwas auf.
Und sind wir mal ehrlich, so eine Meldung über einen Amoklauf verdaut man doch leichter, wenn als Aperitif ein wasserskifahrendes Eichhörnchen serviert wird.
Es versteht sich fast von selbst, dass diese Tiere gerne einen (mehr oder weniger putzigen) Namen verpasst kriegen - zwecks Wiedererkennungswert.
Jedenfalls ist jetzt leider ein Elch gestorben, der den Osten Deutschlands zuvor unsicher machte. Und auch dieser Elch hat(te) einen Namen:

Knutschi. Knutschi. Das ist war ein ausgewachsener Elchbulle, und sie haben ihn Knutschi genannt.
Mal abgesehen davon, dass Knutschi für kein Lebewesen dieser Welt ein akzeptabler Name ist, aber... Hab ich was verpasst und Elche haben jetzt Kussmünder? Oder ist er nach einem mir unbekannten Ikeamöbelstück benannt? Und wer legt solche Namen fest, und wieso bin ich nicht diese Person?


3.11.09

Heavy Metal, Alter!

Ich habe schon das eine oder andere Mal über meine, nun ja, Schwierigkeiten mit Metal- und Mittelaltermenschen geschrieben.
Und letzte Woche hab ich beim Arbeiten ein Foto entdeckt, das einfach kurz und knapp und eindeutig zusammenfasst, was falsch läuft bei denen.


Ich bitte darum, die geneigte Aufmerksamkeit vor allem auf folgende Details zu richten:
  • Der Mensch trägt augenscheinlich eine schwarze Leggings. Der Mensch ist zudem ein männlicher Mensch. Nicht so schön...
  • Zur schwarzen Leggings trägt der Mensch weiße Turnschuhe und weiße Socken. Eventuell sind es sogar Plateauturnschuhe, oder welche mit medizinischer Sohle. Nicht ganz so gut zu erkennen, aber in jedem Fall auch nicht so schön.
  • Dazu die übliche, natürlich armfreie, Oberbekleidung, der Nietengürtel, so ein Armdings und lange Zottelhaare, vorzugsweise straßenköterblond. Noch ein bisschen Make Up oder Facepaint und fertig ist es, das mehr oder weniger furchterregende Outfit.
Und wo gehen wir dann hin zum Fotos machen, wenn wir uns ins volle Ornat geschmissen haben?
  • Richtig, an den hiesigen Baggersee. Oh, da sind zur Zeit haufenweise Badegäste und tummeln sich in den Fluten? Egal, wird schon keiner merken. Und jetzt schieß schon das Foto, mein Arm wird lahm und ich kann das Gesicht nicht mehr lange so verziehen.
Das ist nicht einfach, so richtig böse, furchteinflößend und heavy metal zu sein. Vor allem, wenn man noch bei Mama und Papa wohnt und die einem kein Taschengeld für schwarze Haarfarbe geben wollen.
Was mich zum abschließenden Szenario führt, das ich zur endgültigen ad absurdum-Führung heraufbeschwören möchte:
Mama und Papa Wittek laden klein Kevin ins Auto und fahren zu Omma raus, ist ja Ostern, da sitzt man gerne mal zusammen. Es gibt Hefezopf und hartgekochte Eier, und um die Beziehung zwischen Oma und Enkelsohn ein wenig zu fördern, sagt Mama Wittek "Du, Omma, der Kevin, der macht ja jetzt auch Musik! Kevin, erzähl der Omma doch mal, was du da so machst, mit deinen Freunden..."

25.10.09

Zwei weitere Gründe, warum Läden einfach das BESTE sind.

Ich habe ja diese absolute Schwäche für Schreibwaren und große Supermärkte.
Wie es das Schicksal so will (und es sich für einen BFF gehört), teilt Archäää diese Schwächen mit mir, und so waren wir gestern bei Staples (Fun fact: Norddeutsche gehen gerne zu [staaaaples] und nicht zu [stäipls]) und haben Büromaterialien angefasst.
Die Staplesmitarbeiter haben nicht nur einen der besten Berufe der Welt, sondern mögen auch Humor. Oder Placebo. Oder beides:


Und dann waren wir noch bei real.
Und haben folgenden Aushang an der Pinnwand entdeckt:


... und absolut nicht verstanden.
Wenn wir nicht so schüchtern und sozialverkrüppelt wären, würden wir Manfed natürlich einfach anrufen, aber... Oh well.

22.10.09

Classy.

Heute in der Bahn haben sich zwei, uh, männliche Heranwachsende unterhalten:
"Wo wart ihr gestern denn?"
"Ja, da am Steintor, in diesem scheiß Schickimickiladen, wo ich nich reingeh... Rossmann, oder wie der heißt."
You stay classy.

19.10.09

Ach, Amazon!

Irgendwie scheint Amazon es darauf anzulegen, mich missverstehen oder in die Irre führen zu wollen.
Da war ja die Sache mit den Kalendern (deswegen bekomme ich noch immer regelmäßig Mails), und aktuell habe ich nach einer Biographie der Beatles gesucht. Neben Kundenrezensionen verweist Amazon auch immer gern auf das eigene Forum, wo zur Suche passende Themen diskutiert werden (und idealerweise zu weiteren Käufen animieren).
Wie zum Beispiel jenes:


Und welcher war nun der böse Beatle?

15.10.09

Jetzt mal ernsthaft hier.

Ich kann ja nicht nur lustig und ironisch, ne.
Ich habe glaube ich schon das eine oder andere Mal was über Kakapos geschrieben (zB als Dennis und ich das erste Mal in London waren und einen ausgestopften gesehen haben), und ich tu es jetzt nochmal.
Weil sich bei den Kakapos dank des formidablen Kakapo Recovery Programmes einiges getan hat. Es gibt jetzt deutlich über 100 Kakapos und man darf vorsichtig optimistisch sein, was ihre Zukunft angeht...
Außerdem hat die BBC eine Fortsetzung von "Last Chance To See" (seinerzeit mit Douglas Adams und Mark Carwardine) gedreht - dieses Mal mit Stephen Fry und Mark Carwardine.
Es wurden selbstverständlich auch wieder die Kakapos besucht und dabei tat sich vor allem ein Individuum hervor:

Sirocco.
Er wurde komplett von Hand aufgezogen und ist daher auf Menschen geprägt. Was in der Praxis bedeutet, dass er von anderen Kakapos eher wenig wissen will, dafür umso lieber mit Menschen abhängt und diese auch gerne mal umwirbt. Oder gleich zum Beischlaf verführt.



Das Video ging um die Welt (und seien wir mal ehrlich, es ist auch verdammt lustig! Und niedlich!) und hat den Kakapos und Sirocco im speziellen nochmal zu einigem mehr an Aufmerksamkeit verholfen. Sirocco hat fast 4000 Freunde bei facebook, twittert und wurde praktisch über Nacht zu einer Art weltweitem Botschafter für die Sache seiner Spezies.
Die ist allen Erfolgen zum Trotz nach wie vor stark vom Aussterben bedroht und braucht Hilfe.
Und da kommen wir auch zum eigentlichen Sinn dieses Eintrags. Ich meine, ich mag Kakapos unglaublich gerne und ich erzähle auch ohne direktes Anliegen gerne von ihnen, aber. Wie bei allem geht es halt auch ums Geld. Ohne Geld geht nix und ohne Geld kann auch den Kakapos nicht geholfen werden. Klar sind neue Schuhe ziemlich geil, oder Bücher, oder CDs. Oder auch Essen.
Und klar ist Spenden oft so eine Sache. Ich gehöre auch zu den Leuten, die schreiend vor diesen "Tschuldigung, hast du mal zwei Minuten für arme Kinder/Tierheimtiere/Transsexuelle ohne Unterleib"-Menschen wegrennen. Weil die nur mein Geld wollen. Mein schönes, kostbares Geld. Und weil ich gerne sehen möchte, was aus meinem Geld wird und es vor allem nicht irgendwelchen dubiosen Spendensammlerfirmen in den Rachen werfen möchte.
Und das jedenfalls ist bei den Kakapos gegeben. Die Seite wird ständig aktualisiert, es gibt Sirocco und außerdem sind Kakapos eh toller als Hunde. Oder Katzen. Oder transsexuelle Kinder ohne Unterleib, die jenseits der Armutsgrenze leben.
Falls also jemand ein bisschen Geld übrig hat und was Gutes tun will (ist ja auch bald Weihnachten und stuff...), dann kann ich das Kakapo Recovery Programme nur empfehlen. Die nehmen jetzt auch Paypal.
Es ist eine gute Sache. Dafür stehe ich mit meinem Namen. Uh.

13.10.09

Pollysaurier!

Ich habe ja immer gewusst, dass sich die Freundschaft mit Archäää früher oder später auszahlen würde...
Sie malt jetzt nämlich wieder, und heute hat sie einen Pollysaurier gemalt.


Er hat mein neues Kleid an. Und meine Winterstiefel. Und er hat das "Let It Be"-Album der Beatles in seiner kleinen, krüppeligen Hand. Und er hat einen Schwanz.
Er ist wie ich! :')

12.10.09

Heut ist wieder einer dieser Tage...

Das fing schon schön an mit Busumleitungen, die ausgerechnet an der Haltestelle, an der ich gewartet habe, nicht angekündigt waren. Weshalb ich zu meinem Blutabnahmetermin beinahe zu spät kam. Die Blutabnahme war dann auch eher unerfreulich. Außerdem ist es kalt.
Und dann lese ich das:


Ja, super. Und auch noch mehr oder weniger grundlos abgesagt. Obwohl ich sogar nach Köln gereist wäre dafür. Nach Köln, ey.
Und da soll sich noch mal jemand wundern, dass kein Mensch Montage mag.

9.10.09

Netter Versuch...

Nicht ganz, Spiegel Online. Nicht ganz...

3.10.09

Up To Mighty London Came An Irishman One Day

Weil Archäää und ich im März nach London reisen und dafür und für die lange Zeit der Vorfreude unbedingt einen Soundtrack brauchen, hab ich wieder ein Tape gebastelt.
Zugegebenermaßen liegt der Fokus weniger auf der Vorfreude oder der Überbrückung der Wartezeit und mehr auf, naja, London oder einer Reise oder was auch immer.
Das Artworkdrumrum sieht jedenfalls so aus:


Hübsch digitalisiert, komprimiert und sortiert gibt es das dann hier zum Runterladen.
Ich freu mich ja auch immer über Kommentare zu den Tapes, gell. Notfalls auch anonym.

23.9.09

Ich bin nicht unnormal, nur weil...

... ich gewisse Dinge einzig und allein ihrer Haptik wegen aufbewahre, oder?
Eines Tages habe ich einen ganzen Raum voller Pralinenpolsterauflagen (mal ehrlich, wie heißen die Dinger?) und diesen Plastikdingern über Mohrenköpfen/unter Toffifees.
Ich, komisch? Was? Nicht doch...

22.9.09

Marktlücke

Und wieso genau gibt es keine Packungen mit nur weißen (oder von mir aus auch vollmilchigen) Minimohrenköpfen? Die Dunklen will doch eh nie einer, und trotzdem sind die immer in der Überzahl.

21.9.09

Can't Buy Me Love

Mein Weltbild, es liegt in Scherben auf dem Fußboden.
Und das, werte Leserschaft, ist folgendermaßen passiert: Ich hatte mir bei eBay eine Auktion ausgeguckt, für eine Beatles-LP. Die lief noch eine halbe Stunde, kein Gebot drauf, sichere Sache. Oder auch nicht. Eine bevorstehende Internethochzeit lenkte mich ab und als ich das nächste Mal auf die Uhr sah, war die Auktion seit sieben Minuten beendet.
Ohne ein Gebot.
Also habe ich dem Verkäufer schnell eine Nachricht geschickt, dass ich blöderweise den Zeitpunkt verpasst habe, und ob es eine Möglichkeit gäbe, die Platte doch noch zu erwerben. Er hat auch gleich geantwortet. Und mir angeboten, dass ich sie für 15€ inklusive Versand haben kann.
Wenn ich geboten hätte, wäre sie für knapp unter 10€ mein gewesen.
Freie Marktwirtschaft und "Wer zu spät kommt..." my ass, aber mal ehrlich. So unter uns, unter Beatlesfans. Sowas macht man nicht. So verhält man sich gegenüber Nazis, Kinderschändern, oder, ich weiß nicht, Fans von Coldplay oder U2. Aber doch nicht gegenüber seinesgleichen. Da muss man doch ein wenig Zivilcourage zeigen. So ein Verhalten gehört geächtet.
Ich habe dann auch sogleich ein Exempel statuiert und die Platte bei einem anderen Verkäufer für viel weniger gekauft. Freie Marktwirtschaft my ass.

20.9.09

I have a dream

Ich habe geträumt, dass ich bei real eine wunderschöne, knallrote Polaroidkamera für 3€ gekauft habe - und einen Film dafür für 32€.
Und jetzt möchte ich gerne eine knallrote Polaroid für 3€ haben.
Verdammtes Gehirn!

16.9.09

Eine Sparkassenromanze

Die Sparkasse Hannover schreibt mir im Halbjahrestakt Briefe und will wissen, ob ich immer noch nicht mit dem Studium fertig bin und ob sie mir bitte endlich ein Konto andrehen können, das im Monat eine Millionmilliarde Euro kostet.
Das Schreiben ist natürlich ein standardisiertes und jedes Mal gleich. Und jedes Mal irritiert mich der Satz gegen Ende aufs Neue:


"Frau W., es gibt viel, worüber wir reden sollten." - das hat einerseits sowas von "Oh shit, ich habe Mist gebaut" und andererseits fühle ich da immer die imaginäre Hand eines Sparkassenmitarbeiters, die mir vertrauensvoll aufs Knie gelegt wird, während er/sie/es sich zu mir beugt, unsere Lippen sich langsam näher kommen und - ich für mein Girokonto bezahlen soll. Oh boy!

15.9.09

Where is my mind

Dinge, die mit den Rolling Stones zu tun haben (oder auch nicht), verwirren unsere Kunden offenbar. Entweder ist es das berühmt-berüchtigte Poster, oder man wird in Bezug auf den Rolling Stone, den wir eben auch verkaufen, gefragt "Hat das was mit den Rolling Stones zu tun? Nein? Nichts? Zu keinem Zeitpunkt?". Uh.
Fairerweise und zur Verteidigung der Stones muss allerdings auch dazugesagt werden, dass das der Kunde war, der auch den Unterschied zwischen remastered und remixed nicht versteht und der einem Jimi Hendrix-CDs hinlegt und fragt "Was ist denn das, was soll das denn, was bedeutet das denn?".

13.9.09

Dead serious

Dass es zu den Talenten der menschlichen Gattung gehört, auf besonders dumme, unterhaltsame und/oder verstörende Art und Weise aus dem Leben zu scheiden, wissen wir nicht erst seit den Darwin Awards.
Einer meiner all time favorites ist nach wie vor Francis Bacon (der erste, nicht der Maler), der sich eine tödlich endende Unterkühlung zuzog, als er mit Hilfe eines frisch gestorbenen Huhns und einem Haufen Schnee zu demonstrieren gedachte, dass Kälte den Verwesungsprozess verlangsamt/aufhält.
Aber zu sterben, weil man sich noch eine Wimper aus dem Auge prökeln lassen hat und deshalb nicht rechtzeitig in den Bunker kam - das hätte schon auch Stil gehabt.

(Es irritiert mich übrigens nicht wenig, dass ich keinerlei Angaben finden konnte zu einem der Faktoren, die den Tod von Franz Ferdinand (nicht die Band, duh!) begünstigten. Ist das mit seiner Uniform, aus der er hätte herausgeschnitten werden müssen, nur eine urban legend? Bin ich zu dum für Google? Fragen über Fragen... Wo sind meine Historikerfreunde, wenn man sie mal braucht?)

11.9.09

When The Streets Are Cold And Lonely

Mein Output strebt derzeit, naja, nicht unbedingt gegen unendlich, aber doch nach oben.
Jedenfalls hatte der Schtern Geburtstag und ich hatte eh Lust, mal wieder ein Tape zu machen. Und noch so eine tolle Verpackung rumfliegen.

When The Streets Are Cold And Lonely (<- unspektakuläre mp3-Version, die aber vielleicht auch den Schtern interessiert, weil ich ja immer noch kein Brennprogramm gefunden habe, das bei Audio-CDs die ID3Tags übernimmt)
Des weiteren habe ich mir Trays für Digipaks gekauft - Freunde, ihr wisst, was das (nicht zuletzt im Hinblick auf Weihnachten) bedeutet...

9.9.09

Ich gestehe mal was.

Ähnlich wie Archäää, die Obsessionen für Prominente und/oder Serien kultiviert, neige ich dazu, phasenweise von bestimmten Liedern besessen zu sein. Ich höre dann über Wochen Tage Stunden nichts anderes, bis ich eben genug habe.
Seit ich einen last.fm-Account habe, fühle ich mich da immer etwas gehemmt. Weil es eventuell schon etwas seltsam aussieht, zum achtundvierzigsten Mal ein Lied zu hören. Deshalb trickse ich manchmal und höre in solchen Phasen nur mit dem iPod - den irritiert dieses Verhalten nämlich manchmal und er lässt diese Scrobbels dann wegfallen. Oder ich übertrage sie erst dann, wenn ich schon wieder was anderes höre und das Zeugnis meiner Besessenheit relativ schnell wieder von meiner last.fm-Hauptseite verschwindet.
Hallo, mein Name ist Claudia und ich mache mir Gedanken darüber, was andere Menschen über mein Musikhörverhalten denken :]

8.9.09

Und weil es gerade passt...

Falls mich jemand sehr sehr SEHR lieb hat...


Und falls nach knapp 190€ immer noch Liebe da ist, würde ich dazu noch die Mono-Box nehmen.
Alternativ wüsste ich gerne, wie viel Mal ich noch schlafen muss, bis ich endlich reich bin.

7.9.09

Ich hab am Wochenende was gemalt...

Acryl auf Leinwand, 40 x 50cm

4.9.09

Endlich wieder Zivilisation!

Zweieinhalb Tage ohne Internet sind, gelinde gesagt, grauenvoll.
Was haben die Menschen eigentlich früher den ganzen Tag gemacht, so ohne world wide web? Kein Wunder blicken wir auf zwei Weltkriege zurück. Ich war auch ungefähr so |<-->| kurz davor, Frankreich den Krieg zu erklären. Und ich hätte es auch getan, wenn mir nicht aufgefallen wäre, dass ich keine Möglichkeit habe, Frankreich zu kontaktieren - Email ging ja nicht, und telefonieren mag ich nicht/kostet zu viel.
Naja. Während Ersatz für die tägliche Dosis Deppen noch recht einfach zu finden war (Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel etc.), ist es auf Dauer recht ermüdend, wenn die Umsetzung aller Ideen irgendwie beinhaltet, mal eben was bei Wikipedia nachzulesen oder ein Bild zu googlen - sofortige Ernüchterung inklusive. Nichtsdestotrotz waren wir heute in einem Künstlerbedarfsgeschäft, um uns fürs Wochenende zu rüsten.
Und um das Internet da jetzt einzubinden, fänd ich es ziemlich super, wenn ich Vorschläge bekäme, welche Albencover denn so schön sind - und halbwegs einfach nachzumalen. Wer das Weiße Album vorschlägt, kriegt eins mit'm Paddel rüber.

1.9.09

We're Here To Listen

Mit mir und den Menschen ist das ja so eine Sache. Ich mag die meisten nicht ganz so gern, ich mag direkte Interaktion meistens nicht ganz so gern. Aber ich höre ganz gerne zu, beobachte, böse Zungen könnten das lauschen und spionieren nennen.
Keine Sorge, ich steige weder in Wohnungen noch Gartenhäuser ein, ich trage auch keine Trenchcoats und verstecke mich sonnenbebrillt hinter Litfaßsäulen (die schreibt man übrigens auch nach der neuen Rechtschreibung noch mit scharfem s, weil sie nach Ernst Litfaß heißen, und nicht nach irgendwelchen ominösen Fässern). Aber ich setze mich in Zügen manchmal schon gerne in die Nähe der vielversprechendsten Kandidaten, und gerne schalte ich dann den iPod extra aus, um mehr zu verstehen (die Ohrstöpsel bleiben natürlich drin - Tarnung ist alles!).
Und dann lehnt man sich zurück und lässt sich unterhalten. Der Mensch an sich fühlt sich an vielen Orten wie zuhause, entweder weil er in Begleitung vertrauter Gesichter ist oder weil er am Telefon mit vertrauten Stimmen spricht. Das führt dann zu einer gewissen Geschwätzigkeit, verbalen Freizügigkeit und Offenheit.
Wir erfahren nicht nur, dass man dringend mal wieder zum Hautarzt müsste, oder dass der kleine Dustin in der Grundschule nicht ganz so gut mitkommt. Wir lernen dazu "Weißte, die Pille, die wirkt ja nicht nur einfach so. Das sind Hormone, Mann!" und bleiben oft einfach nur verwirrt und staunend zurück "Ich war gestern am Steinhuder Meer - jetzt muss ich noch Klopapier kaufen".
Wer ein bisschen masochistisch und selbstkritisch gelaunt ist, der geselle sich vorzugsweise in die Peripherie von Schulkindern. Neben Perlchen wie "Ich geb dir 50 Cent, wenn du morgen ohne Gel in die Schule kommst!" stellt sich meistens recht schnell das Gefühl von "So war ich nie!" ein. Der direkte Nachfolger "... hoffe ich jedenfalls!" steht schon in den gedanklichen Startlöchern.
Nicht umsonst gibt es mittlerweile zahlreiche Internetseiten (bin das eigentlich nur ich, die das Wort "Homepages" inzwischen ziemlich, nun ja, neunziger findet? Es hat immer diesen unangenehmen Beigeschmack von Beepworldseiten mit unzähligen Popups, WordArt und animierten Gifs), die sich mit genau der Tätigkeit des (mehr oder weniger zufälligen) Mithörens beschäftigen: Overheard in sonstnochwo.
Ich jedenfalls kann es nur weiterempfehlen, das Mithören. Und wem das zu passiv ist, der kann ja immer noch auf der anderen Seite beitragen und seine Privatsphäre auf die Straßenbahn und das nächste Café ausweiten.

31.8.09

"Das ist ein BINGO!" - Inglourious Basterds

Um das gleich aus dem Weg zu räumen: Ja, Quentin Tarantino mag Füße immer noch ziemlich gern.
Das ist aber auch in Ordnung, weil die Geschichten, die er um die Fußszenen herum konstruiert, in den meisten Fällen mehr als nur gut sind. So eben auch Inglourious Basterds.
Ich gehe sogar so weit und sage, der Film ist brilliant, der Film ist ein Meisterwerk und er ist ganz sicher bis dato mein liebster Tarantino.
Er ist nicht realitätsgetreu (aber wer das von Quentin Tarantino erwartet, der... Ich weiß nicht. Hat Tarantino sich jemals um physikalische Gesetze, historische oder auch (human)biologische Genauigkeit geschert? Eben.), es ist auch kein 153-minütiges Feuerwerk an Explosionen, Verfolgungsszenen und Prügeleien, aber. Es ist einfach so: Das macht absolut nichts aus. (Und überhaupt: als bräuchte ein Film das) Inglourious Basterds lebt von den Dialogen und selbstverständlich von den grandiosen Schauspielern.
Brad Pitt kann durchaus, wenn er nur will. Christoph Waltz als "Judenjäger" Hans Landa ist mehr als nur perfekt besetzt und sollte dafür mindestens ein Mutterkreuz bekommen. Über Diane Kruger kann man hinwegsehen, weil einfach alle anderen so sehr brillieren.
Leider gilt für die Darsteller Hitlers, Goebbels', Görings und Bormanns das, was oft für Filme über Nazis gilt: Wir reduzieren die Figuren auf das Minimum (Hitler, naja, der hatte diesen Bart. Goebbels immer diesen Blick, als müsse er gerade mitansehen, wie seine Muddi von einem Pferd vergewaltigt wird. Göring war dick. Und Bormann? Ach, machen wir einen Pfeil dran, der ihn als Martin Bormann identifiziert.) und scheren uns sonst eher weniger um Ähnlichkeiten.
Zugegebenermaßen ist das aber auch zu verschmerzen, nicht zuletzt, weil Inglourious Basterds in erster Linie eben kein Film über Hitler und seine Schergen (Haha, das Wort wollte ich schon lange mal unterbringen!) sein will, sondern die Geschichte der Basterds (zweitliebste Figur hier: der "Bärenjude") erzählt. Und das gelingt ausgesprochen gut.
[nerdmodus]Natürlich gibt es ein, zwei kleinere Filmfehler (IMDB lässt grüßen. An dieser Stelle Grüße zurück an die Person, die moniert, dass auf einer Karte eine Region als "Otmanien" bezeichnet ist - schon mal was von altdeutscher Schrift gehört?); derer gibt es aber einerseits in jedem Film einige und ich erwähne das eigentlich auch nur, weil ich zum ersten Mal (!) während eines Films (!!) und ohne vorher zu wissen, worauf man achten muss (!!!) ganz alleine (!!!!) welche entdeckt habe.[/nerdmodus]
Ich spreche also neben einer uneingeschränkten Empfehlung auch die freundliche Nötigung, sich den Film anzusehen, aus.
Zwar ist er im englischen Original aufgrund von HurrallesistbesserimenglischenOriginal sicher noch einen Tick besser, aber die deutsche Synchronisation beschert uns immerhin folgenden (sinngemäßen, aus meiner Erinnerung rekonstruierten) Dialog:
Hans Landa (auf französisch): Leider erschöpfen sich meine Französischkenntnisse an dieser Stelle; ich hörte jedoch, Sie sprächen recht gut deutsch. (Im Original heißt es statt deutsch eben englisch.)
Franzose: Ja.
H.L.: Nun, ich zufälligerweise auch!
Inglourious Basterds - ein guter Film!

26.8.09

Liebe dumme Menschen...

Geht doch einfach weg. Bitte.
Ich meine, so langsam sollte ich eigentlich an dem Punkt sein, wo mir klar ist, dass sich auf diversen Internetplattformen (Haha, wem mache ich eigentlich was vor? Überall!) sehr viel - Achtung, stupid catchphrase ahead - geistiger Dünnschiss ansammelt. Und trotzdem hätte ich nach wie vor gerne einen Sack, in den alle mal und drauf und sowieso.


Gib mir ein "Po"! Gib mir ein "lemik"!
Der Verfasser ist übrigens Student der Geschichte und der Politikwissenschaften. Allerdings ist er auch Mittelalter- und Rollenspielspacken und eigentlich setze ich mich nur mit ihm auseinander, wenn ich sehen will, um wie viel furchtbarer ich dran sein könnte. Aber trotzdem.
Arghraawwrgfarg!

Das hingegen hob meine Stimmung dann doch wieder etwas:

Tee-hee.

25.8.09

Liebe alte Menschen...

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Leben sehr einsam sein kann, wenn man niemanden mehr hat.
Ein Ausflug zum Supermarkt ist da eine sehr willkommene Abwechslung: Gibt es da doch haufenweise andere Menschen, denen man nicht nur Dinge erzählen kann, nein, sie antworten im besten Fall auch noch. Ich bin auch grundsätzlich gern bereit, mir eure Geschichtchen anzuhören und sage auch an den richtigen Stellen "ach wirklich?!" oder "eine Unverschämtheit, in der Tat".
Aber bitte, bitte, zeigt nicht auf die Packung Würstchen, die ich gerade aufs Kassenband gelegt habe, und verkündet "Die isst mein Hund auch so gern!".
LOF,
ich.

24.8.09

WTF DHL?!

Ich fürchte, die Paketzusteller und ich werden in diesem Leben einfach keine Freunde mehr. Erst die Hermesfrau, und jetzt ist mein DHL-Mensch offensichtlich ungehalten darüber, dass ich - Skandal! - manchmal nicht zuhause bin.
Anders kann ich mir diesen Kommentar auf der Abholkarte nicht erklären.


Ich brauche jetzt also einen Hilfsaffen Ich werde also nie mehr aus dem Haus gehen. Damit ich immer die Tür öffnen kann. Wenn's sonst nix ist...

22.8.09

Bingo!

Ohne mich selber zu sehr loben zu wollen (naja, okay, genaugenommen finde ich es schon eine sehr grandiose Idee!), aber ich hatte heute einen Geistesblitz, der den Kundenkontakt im Einzelhandel revolutionieren, die Quote von Kieferbrüchen durch Zähne Zusammenbeißen senken und den Glauben an die Menschheit wiederherstellen könnte.
Ich präsentiere nicht ohne Stolz den Prototypen des in diesem Falle für den Laden kustomisierten Bingospiels:

Ziemlich selbsterklärend, glaube ich.
Und jetzt wird weiter gebrainstormt und gethinktankt, ich brauche noch ungefähr zwölf mal so viele Aussagen...

20.8.09

Too muthafuckin' hot.


Sowas muss doch nicht sein, eh.

18.8.09

Ich habe heute Namenstag.
Und am 20. März. Und am 18.Mai. Und am 8. November.
w00t!

15.8.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - Animal Farm (George Orwell)

Ausnahmsweise mal auf Englisch, aber die deutschen Rezensionen waren einfach weniger ergiebig. Und es zeigt sich ziemlich schnell, dass die anglophonen Amazonkunden den deutschen ins Nichts nachstehen.



Wieder mal die gute, alte "Unrealistisch"-Schiene.
Aber, lieber namenloser Kunde, lass dir ein paar Dinge gesagt sein. Wenn du Orwells Botschaft wirklich verstanden hättest, würdest du dich eher nicht darüber beklagen, dass Schweine in echt nicht nähen können. Aber genaugenommen ist eigentlich alles damit gesagt, dass du Tom Clancy oder Dale Brown lesen würdest, wenn man dir die Wahl ließe.



Dazu fällt mir eigentlich nur eins ein: Bitte. Lass. Das. Einen. Fake. Sein.



Eine Extraportion Hybris, anyone?!
Orwell übertreibt, hatte keine Ahnung von Geschichte und überhaupt: Schweine können in echt gar nicht nähen.

14.8.09

-

I guess you have to go right down
before you understand just how
how low
how low a human being can go.
Ooh
it's a mess alright

Pulp - Mile End

12.8.09

Ist es noch weit?!

Gibt es eigentlich eine Art allgemeingültige, kosmisch gesteuerte Regel, nach der Paketdienstmitarbeiter zu jeder Zeit und an jedem Ort, nun ja, ich möchte nicht sagen "unfreundliche Arschlöcher", aber... wäre das Leben ein großer Pausenhof mit einem immerwährenden Völkerballspiel, so würden Paketdienstmitarbeiter nur unter Protest und immer zuletzt in Mannschaften gewählt. Sie sind also eher nicht so der Hit in Tüten, menschlich gesehen.
Der Hermesmann, der ab und an im Laden einkauft, ist ein Idiot, der DHL-Mann, in dessen Einzugsgebiet die alte Wohnung lag, ist vielleicht einfach nicht in der Lage zu sprechen und kommuniziert mittels Grunzlauten und sein Gesichtsausdruck lässt in etwa erahnen, wie unerträglich die Unfähigkeit zur Sprache in Kombination mit einer gelb-rot-blauen Uniform sein muss.
Königin und Vorzeigeexemplar dieses wenig beneidenswerten Paketmenschenlifestyles ist jedoch die Hermesfrau, die uns ab und an hier beehrt. Sie ist übergewichtig und schnauft wie eine alte Dampflokomotive. Sie wähnt einen in falscher Vorfreude, indem sie an der Sprechanlage verkündet "Ich habe ein Paket für Sie!". Einmal ins Haus gelassen, nimmt das Unglück dann seinen Lauf. Bereits nach den drei Stufen zu den Briefkästen ruft sie völlig entkräftet und verzweifelt durchs Treppenhaus "Wo sind Sie denn?". Der zweite Stock sollte grundsätzlich machbar sein, aber das Keuchen nimmt beängstigende Ausmaße an und mit letzter Kraft presst sie hervor "Ist es noch weit?!". Aufgrund von IchhabnichtdenganzenTagZeit und akutem Mitleid erbarmt man sich spätestens an dem Punkt und geht der guten Frau entgegen.
Sie befindet sich dann im Regelfall auf der Treppe zwischen Erd- und erstem Zwischengeschoss (zurückgelegte Anzahl von Stufen: ungefähr fünf) und wirkt nicht unbedingt, als wäre sie kurz vorm Erschöpfungstod. Im Gegenteil, kaum hört sie, dass man ihr entgegenläuft, verkündet sie fröhlich "Das Paket ist nicht für Sie, sondern für Herrn SoundSo, aber Sie nehmen es doch bestimmt für ihn an?" - na toll. Man ist dann nicht so, nimmt das Paket eben an und bittet nur noch darum, dass sie betreffendem Nachbarn einen Hinweiszettel in den Briefkasten wirft. Was sie mit der liebenswürdigsten "Kindchen, für dich tu ich doch alles und noch viel mehr"-Stimme bejaht "Ach, das hätte ich doch sowieso getan. Schönen Tag noch!".
Fehlt nur noch, dass sie eine Pirouette dreht und von dannen schwebt. Bis zum nächsten Mal, und nein, es ist nicht mehr weit.

11.8.09

Ein paar Dinge, die ich sagen/fragen möchte

  • Wenn man in eine Fahrkartenkontrolle gerät, kein Ticket hat und so ungeschoren wie möglich aus der Sache raus will, sollte man den Kontrolleur nach Möglichkeit nicht in voller Lautstärke darüber in Kenntnis setzen, dass man a) gerade die Schule schwänzt, b) "überhaupt eh nicht mal hier wohnt" und c) Sozialstunden ableisten muss, wenn die Polizei hinzugezogen wird
  • Durchläuft eigentlich jeder Heranwachsende diese schreckliche Phase, in der es eine absolut formidable Idee zu sein scheint, sämtliche CDs/DVDs/LPs/... groß und deutlich mit dem eigenen Namen zu versehen? In meinem Fall war es der fatale Adressstempel, den Opa mir geschenkt hatte. Im Falle von Marion M. (ich bin mal diskret) war die Angst vor diebischen Freunden offensichtlich so groß, dass bis zur Innenhülle der LP jedes Teil mit Namen und Adresse versehen wurde
  • Wer eine Selbsthilfegruppe zum Thema Narzissmus sucht (fragt nicht...), wird auch nur an Borderliner verwiesen. Was schon irgendwie schade ist. In meiner Phantasie laufen Treffen einer Narzissmusselbsthilfegruppe jedenfalls ausgesprochen unterhaltsam ab


  • Zum 38569146513567345. Mal: Eure dämlichen Handyfotos werden nicht künstlerischer oder anspruchsvoller, indem ihr sie schwarzweiß oder in sepia macht. Wirklich nicht
  • Es macht nicht sehr viel Spaß, den ganzen Tag mit einem Ohrwurm in Gestalt der Zeile "Guilty feet have got no rhythm" aus Careless Whisper rumzulaufen

9.8.09

Wie retro...

Wozu Heimatbesuche doch so alles nützlich sein können...

Elterliche Plattenschränke können Großartiges beinhalten. Oder Fragwürdiges - ehrlich, Mama, Fredl Fesl?!
Und nein, die Pflanze ist nicht tot, die, äh, schläft nur.

7.8.09

Blasphemie, Skandal!

Diesen grauenvollen Animejapanmangaspaddeln ist auch nichts heilig.
Ich kann meinen Unmut über diese anmaßende Gotteslästerung gar nicht in Worte fassen.

1.8.09

Liebe Kunden...

So langsam gewöhne ich mich daran, dass ich in euren Augen weniger Mensch und vielmehr seelenlose Verkaufsdrone bin.
Ich erwarte weder "bitte" noch "danke", und ich entschuldige mich in aller Form dafür, dass ich immer noch keine Gedanken lesen kann und nicht weiß, was ihr von mir wollt, wenn ihr mir einen Haufen CDs wortlos auf den Tresen knallt. (An dieser Stelle auch herzliche Grüße an den Hermesmann, der voller Entrüstung fragte, was mir einfiele, auf eben beschriebenes Handeln mit "So, und was machen wir jetzt mit den CDs?!" zu reagieren.) Es ist auch absolut zu viel verlangt, dass ihr die zweineinhalb Minuten, die ich benötige, um eure CDs rauszusuchen, einfach wartet; lauft ruhig im Laden rum, ich werde irgendwann automatisch erkennen, ob ihr bezahlen wollt oder was eigentlich los ist. Und wenn wir schon vom Bezahlen sprechen: Gebt nicht auf, wenn ihr mir das Geld nur oft genug hinwerft, werde ich sicher irgendwann ein Kunststück aufführen. Oder mich ausziehen. Bleibt dran!
Aber irgendwie find ich es doch verdammtnochmal absolut zum Kotzen ein klein wenig blöd, wenn ihr euch für die Musik, die gerade gespielt wird, interessiert und nach Details fragt, nur um mir dann bei meiner Erklärung ins Wort zu fallen und mich mit "Das ist ja wohl mal überhaupt kein [hier beliebige Musikrichtung einsetzen]!" abzukanzeln. Dafür, dass ihr vor zwei Minuten noch nicht mal von der Band gehört hattet, wisst ihr schon verdammt viel drüber.
In diesem Sinne,
sterbt doch einfach einen langsamen, grausamen Tod
bleibt ruhig so, wie ihr seid.
P.S.: Wer ficken will Wer Rabatt will, muss freundlich sein.

31.7.09

LOL

Manchmal habe ich den Humor eines Grundschulkindes. Das ist aber auch in Ordnung so.

Ass!

30.7.09

Herzinfarkt!

OOOOOOOOOOH.
Oh oh oooooooooh.
<3

29.7.09

Oh oh.

Ich hatte heute so eine Art Nahtoderlebnis im WC Center im Hamburger Hauptbahnhof.
Krieg ich jetzt irgendwie Schwerbeschädigtenrente? Oder Delphintherapie?
(Mein Leben ist übrigens nicht wie in einem Film vor meinen Augen vorbeigezogen. Lame.)

26.7.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - 2001 Odysee im Weltraum

Wer ab und an auch mal Archäääs Blog liest, ahnt bereits, welches Potential sich hier verbirgt.
Also nix wie ran da.


Ah, mal wieder einer meiner Lieblingsfilmkritiker, Kategorie "Das ist ja alles unrealistischer Scheiß, Mann!". Uh, also von Aspekten wie künstlerischer Freiheit mal ganz abgesehen, aber... Welcher Mensch, der noch halbwegs bei Trost ist, erwartet von einem Science Fiction Film die (zumindest theoretische) Detailgenauigkeit und Korrektheit einer Dokumentation?!
Ach, was frag ich überhaupt...



Eine weitere Kategorie Kritiker fährt besonders gern die "Also vielleicht liegt es ja daran, dass ich zu dumm bin (bin ich aber nicht, ich habe Medizin studiert/im IQ-Test von RTL 482365 Punkte erzielt/kann mir die Schuhe selber binden und brauche auf dem Klo keine Hilfe) und den Film/das Buch/das Leben einfach nicht verstehe, ABER - seitenlanges Gezeter über die Stumpfsinnigkeit, Blödheit und Zeitverschwendung des vorliegenden Werkes."- Schiene.
*lach* - Du mich auch, Kollege!



Laaaaaangweilig, mal wieder.
Und hey, von diesen besseren Bildern im Internet hab ich, glaube ich, auch schon mal gehört. Gerüchteweise sollen auf einigen sogar unbekleidete Damen und Herren bei der Ausübung des Geschlechtsaktes abgebildet sein.
Skandal! (Aber immerhin freundlich gegrüßt.)

25.7.09

Lyrik zum Gucken

aus: Ein Mann gibt Auskunft von Erich Kästner

24.7.09

Magie!

Ich habe mir gestern einen Rubik Zauberwürfel Magic Cube gekauft. Es ist ganz explizit "kein original Rubics [sic!] Zauberwürfel", aber dafür (und bevor du, Mama, die Hände über'm Kopf zusammenschlägst und sagst "Kind, so ein Ding haben wir hier doch auch rumfahren!") war er ordentlich billig.
Und liegt jetzt hier und schüchtert mich ein. Es ist einerseits ein bisschen wie mit mir und Notizbüchern - ganz, ganz große Liebe gepaart mit so viel Ehrfurcht und restecp, dass es fast zwangsläufig so endet, dass ich immer nur bewundernd drumrumschleiche, aber nichts damit... mache.
Es gibt zwar Anleitungen für den Zauberwürfel, aber die wurden offensichtlich nicht von einem normalen Menschen verfasst. Oder ich habe die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches und die Frustrationstoleranz eines angepissten Löwens. Was ich explizit nicht ausschließen möchte.
Jedenfalls habe ich die kleine Hoffnung, dass einer meiner Leser zufällig ein Zauberwürfelsavant ist und liebend gerne einen "Zauberwürfel für Dummies"-Kurs für mich veranstalten will. Oder alternativ das Ding immer dann für mich löst, wenn ich es frustriert weglege. Naa?

23.7.09

Kommunisten!

Vor vielen Jahren (ungefähr dreien nämlich) entdeckte ich auf dem Kieler Weihnachtsmarkt einen Stand mit russischen Matrjoschkas. Neben den Standardausführungen gab es auch ein Set mit russischen Staatsoberhäuptern. Ich war sofort begeistert, aber aufgrund eines plötzlichen Anfalles von "Ich bin dumm" habe ich sie nicht gekauft. Und es seitdem bitterlich bereut.
Bis mir irgendwann einfiel, dass es ja neben eBay.de auch eBay.com gibt und wo, wenn nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sollten Staatsoberhäuptermatrjoschkas erhältlich sein?!
Ein paar Klicks später (Herrje, das ist auch eine ordentlich ätzende Formulierung, oder?) war der Einkauf abgeschlossen und nach wenigen Tagen Wartezeit war es dann soweit:

Auf Gorbatschows Rückseite versteckt sich übrigens noch Jelzin.
Und - für maximalen Alptraumspaß - eine Nahaufnahme von Nikita Chruschtschow.

That's the stuff nightmares are made from, children...

22.7.09

-

And so it is
The shorter story
No love, no glory
No hero in her sky

Damien Rice - The Blower's Daughter

19.7.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - 1984 (George Orwell)

Nachdem ich seit Freitag endlich wieder über mein Macbook und alle meine Dateien verfüge, steht einem weiteren Ausflug ins Land der Amazonrezensionen nichts im Wege.



Laaaaangweilig. La-la-laaangweilig.



Laaaaaangweiliger als nur laaaaaaangweilig ist wirklich nur noch eins - Gewalt.
Nervtötende, einschläfernde Gewalt...



Ein weiterer Favorit. Wenig kohärentes Gezeter, zu viele Kommas, verwirrende Schachtelsatzkonstruktionen ohne Ergebnis und mein Lieblingsvorwurf schlechthin - Sexismus.
Noch Fragen?!

16.7.09

Von Idioten und Arschlöchern

Gleich vorweg, der Idiot bin ich, die Arschlöcher sind... die Menschheit.
Ich habe heute mein Telefon im Metronom von Hamburg nach Uelzen verloren. Blöd, schusslig, idiotisch, ja.
Ich habe es zwanzig Minuten später bemerkt, befand mich auch noch im selben Wagen, aber nischt, das Ding war weg, und natürlich hat niemand was bemerkt. Abgegeben wurde auch nichts. Wieso genau verwundert das nur... wenig?!
Jedenfalls habe ich (kreidebleich, hektisch, durch den Wind, wie ich eben so bin, wenn was Blödes passiert) die beiden Zugbegleitungs(Entschuldigung)fotzen (im Folgenden ZBF) gebeten, eine kurze Durchsage zu machen, vielleicht hätte ja jemand das Telefon gefunden und eingesteckt mit der Absicht, es in ein Fundbüro zu tragen (Ja klar...) und jedenfalls vielleicht hat es ja jemand und möchte es zurückgeben.
Antwort ZBF 1: "Ja nee, wenn sie das nicht mehr gesehen haben, dann ist das wohl weg..."
ZBF 2: "Tja, da hat jetzt wohl jemand zwei Handys..."
Schönen Dank und einmal Arschlecken auch.

So. Jedenfalls TLDR: Ich habe mein altes Telefon wieder, das ich seit einem Jahr nicht mehr benutzt habe. Es funktioniert noch, meine Telefonnummer ist auch gleich geblieben (ich habe eine neue SIM-Karte), aber mir fehlen jetzt ein paar Nummern.
Solltet ihr mich also erst wenige Monate kennen oder im letzten Jahr eine neue Nummer bekommen haben, dann schreibt mir doch bitte eine SMS. Oder schreibt mir einfach so, dass ihr mich liebt und es keineswegs so ist, dass irgendeine kosmische Macht mich hasst.
Danke.

13.7.09

Nonsens

Dieser Eintrag existiert nur, weil ich endlich weiß, wie man durchgestrichen schreibt und das jetzt mal präsentieren muss Äh, ja, liebes Blog, heute war ein ganz okayer Tag? :]

12.7.09

Let there be... more... rock

Nummer zwei.


(Und wieso meine Wand da so viel heller aussieht, kann ich auch nicht erklären.)
Außerdem: Ichwillendlichmeinmacbookundmeinedateienwiederhabenbittedanke. Ich vermisse meine Musik, mein Macbook und vor allem das Mehr an Arbeitsspeicher. Quengelquengel.

9.7.09

Na toll!

Soeben habe ich mit weniger verwirrten Gravismenschen telefoniert und erfahren, dass ich einen wirtschaftlichen Totalschaden fabriziert habe, der aber von der Zusatzversicherung abgedeckt wird. Ich gebe Gravis nun also ein "bisschen" Geld und bekomme voraussichtlich nächste Woche ein Neugerät.
Hurra!

8.7.09

Na toll.

Der leicht verwirrte Gravismann von Samstag ist offenbar doch stärker verwirrt als angenommen.
Er hat nicht nur den Reparaturfall unter einem falschen Nachnamen abgelegt, er hat auch vergessen, meine Dateien auf das Leihgerät zu überspielen. Oder überhaupt ein Leihgerät für mich vorzumerken. Was erklärt, wieso ich keine Benachrichtigung über die Abholbarkeit eines solchen erhielt.
Ein weiteres Hoch also auf Archäää und das iBook. Aber immerhin wird meine Platte jetzt ausgebaut, nach Hannover geschickt und ich kann sie mir abholen. Vorausgesetzt, das vergisst nicht wieder jemand...

5.7.09

Let there be rock

Grandiose Überschrift, supergutes Wortspiel, ich weiß.
Ich habe heute einen Rock genäht. Komplett mit Seitentaschen, bequemlichkeitstauglichem Gummibund und aus köstlichem Jersey. Natürlich in grau...

Gedauert hat es inklusive Schnittmuster anfertigen, ausschneiden und nähen ungefähr drei Stunden, und abgesehen davon, dass es seit den Fleecejacken, die ich irgendwann in den Neunzigern mal (mit Mamas Hilfe) genäht habe, das erste selbstgemachte Kleidungsstück ist, gibt es dieses Mal keine einzige Naht, die unsauber ist. Vermessen hab ich mich auch nicht, hurra. Materialkosten liegen bei ungefähr 10€. 
Ich kann mich nicht beklagen.

4.7.09

Lobgesang

Wer einen Freund wie Archäää hat, braucht keine anderen Freunde mehr. Tut mir leid, andere Freunde, aber...
Es ist nämlich so. Aufgrund von widrigen, kosmischen Umständen (aka Schusseligkeit) ergoss sich etwas Kirschsaftschorle über mein Macbook. Das ist nicht gut. Genaugenommen ist das sogar gar nicht gut und gemeinsam mit dem leicht verwirrten Gravismann wurde also beschlossen, das Ding einzuschicken, damit es repariert wird. Ein Leihgerät (das dankenswerterweise auch alle meine Dateien enthält, hallelujah!) bekomme ich aber nicht vor Montag oder Dienstag, und Geld kostet das natürlich auch.
Das ist der Punkt, an dem Archäää ins Spiel kommt.
Archäää war nämlich so großzügig, mir ihr altes (und völlig versif- äh, zerliebtes) iBook zur Verfügung zu stellen. Für gegen kein Geld. Weil ich ein guter Mensch bin, habe ich ihr als Dank aber einen Walfisch geschenkt. Das jedoch nur am Rande.
Während ich also verzweifelt darüber nachdachte, wie ich am menschenwürdigsten ohne Interpants und ohne Musik (verdammte Generation mp3!) überlebe und mein mühsam verdientes Geld schon über die zugefrorene Ostsee mit'm Bollerwagen - äh, jedenfalls kam mir an diesem Punkt Archäää zur Hilfe wie eine Lichtgestalt, Superman oder die Flasche Bier nach einem anstrengenden Gewaltmarsch durch die Wüste.
Ich kann also nur sagen: Archäää - eine gute Band!

2.7.09

-

There's nothing more for me to say
I spoke my peace I'll go on my way
And fare thee well where'er you go
You might need help but I won't know
Cuz I'm up in here in my own cell
It could be heaven it could be hell
We'll never know just who we are
Cuz when we die we become a star
And stars can't talk because they have
No mouth to speak about their past
They simply shine up in the sky
And give their light to you and I
And where would be without their light
We'd call out names and then start a fight
But then again that's what we do
I hate me and I hate you too
Cuz I'm in pain just like the spider
In the drain I am a fighter
But I can't win I've got to lose
Give me strength to see me through
And ease the pain that I must feel
As my bones break and I taste the steel
As I go down... the drain...
I am insane

Weezer - The Spider

1.7.09

Sätze, die viel zu selten gesagt werden.

Eine Liste, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
  • Halt die Fresse.

30.6.09

What goes around, comes around.

Ist das jetzt das neue Hobby von Amazon? Sollte ich die Wirtschaft ankurbeln, indem ich Kalender horte?


Und noch ein Appell an meine mixtapemachenden Freunde: Wie schafft ihr es, zu selektieren?
Ich mache derzeit eine CD, eine Audio-CD. EINE. Auf meiner vorläufigen Playlist sind derzeit 48 Stücke. Dass sich das nicht ausgeht, ist ziemlich eindeutig. Es gibt kein Thema außer "Musik, die ich tollstens finde". Hrm.
Trapped in Mixtapefactory, send help :]

29.6.09

WTF Amazon?!

Amazon ist ja immer sehr groß darin, einem Produkte zu empfehlen. Kennt man.
In den meisten Fällen orientiert sich das an dem, was man bisher so gekauft hat ("Sie mögen Chlorbleiche, Müllsäcke und Dr. Beckmann's gegen Blut? Kaufen Sie auch unsere preiswerte Hausaxt!") oder an dem, was andere Kunden, die den selben Artikel gekauft haben, sonst so mögen. So weit, so klar.
Heute bekam ich eine Mail mit einer Empfehlung, die ich nur teilweise nachvollziehbar finde:


Ja, ich habe tatsächlich den Kalender mit den antiken Karten gekauft (es war ein Geschenk). Und, äh, ja, es freut mich ungemein, dass Naked 2010 endlich erhältlich ist. Oder so.
Wer auch immer diese Mail für Amazon verfasst hat, hat sicher früher auch mal geschmackvolle Aktporträts mit hohem künstlerischem Anspruch von sich anfertigen lassen. Schwarzweißbilder+nackt=Kunst!

26.6.09

Good night, white pride

Michael Jackson ist tot, yadda yadda. Spiegel Online berichtet aus diesem Anlass über Reaktionen von Musikerkollegen (und dem britischen Außenminister. WTF?). Da kommt natürlich das übliche "Großer Musiker, vermissen, arme Kinder". Und dann gibt es Céline Dion.
Céline Dion sagte folgendes:

Oooookay. Nochmal eben zur Verdeutlichung: John F. Kennedy wurde im November '63 ermordet. Céline Dion wurde im März '68 geboren.
Ich lasse das einfach mal so stehen.

23.6.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - Schindlers Liste

So, Schindlers Liste also.
Den Film muss man ja eigentlich zumindest aus Gründen der political correctness/Erbschuld gutfinden. Wer Schindlers Liste nicht mag, der hört auch seinen Nachbarn beim Sex zu, isst kleine Babykaninchen, überholt rechts und geht bei rot über die Straße - vor einer Grundschule.
Sollte man jedenfalls annehmen.




Es ist wirklich eine Unverschämtheit, dass Filme gekürzt werden, oder dass Dinge ausgelassen werden. Ich meine, wer sitzt nicht gerne vier Stunden lang im Kino oder guckt sich das später auf Pro7 an, inklusive der Werbepausen dann acht Stunden lang?
Und wieso zur Hölle gibt es kaum was in Echtzeit?! (Jack Bauer never poops.)



Die Rezension ist einfach auf alle erdenklichen Arten wun-der-schön. Und spricht vor allem im Grunde schon komplett für sich. Schweigen und genießen, Freunde.



Das hingegen ist einfach nur... Also ich meine. Lieber Michél Grosch, es tut mir leid, dass du es auf diesem Weg von mir erfahren musst, aber weder Amazon noch private Verkäufer haben im Keller eine große Maschine stehen, die DVDs presst. Ob du die DVD bei Amazon oder bei mir bestellst, macht im Hinblick auf die Qualität keinen Unterschied. Kauf sie trotzdem bei mir, dann hab ich deine Adresse und komm vorbei und geb dir auf's Maul. Ach, und bitte richte deinen Eltern aus, dass der Akzent in deinem Namen völlig überflüssig ist. Danke.
LOF,
ich.