30.6.09

What goes around, comes around.

Ist das jetzt das neue Hobby von Amazon? Sollte ich die Wirtschaft ankurbeln, indem ich Kalender horte?


Und noch ein Appell an meine mixtapemachenden Freunde: Wie schafft ihr es, zu selektieren?
Ich mache derzeit eine CD, eine Audio-CD. EINE. Auf meiner vorläufigen Playlist sind derzeit 48 Stücke. Dass sich das nicht ausgeht, ist ziemlich eindeutig. Es gibt kein Thema außer "Musik, die ich tollstens finde". Hrm.
Trapped in Mixtapefactory, send help :]

29.6.09

WTF Amazon?!

Amazon ist ja immer sehr groß darin, einem Produkte zu empfehlen. Kennt man.
In den meisten Fällen orientiert sich das an dem, was man bisher so gekauft hat ("Sie mögen Chlorbleiche, Müllsäcke und Dr. Beckmann's gegen Blut? Kaufen Sie auch unsere preiswerte Hausaxt!") oder an dem, was andere Kunden, die den selben Artikel gekauft haben, sonst so mögen. So weit, so klar.
Heute bekam ich eine Mail mit einer Empfehlung, die ich nur teilweise nachvollziehbar finde:


Ja, ich habe tatsächlich den Kalender mit den antiken Karten gekauft (es war ein Geschenk). Und, äh, ja, es freut mich ungemein, dass Naked 2010 endlich erhältlich ist. Oder so.
Wer auch immer diese Mail für Amazon verfasst hat, hat sicher früher auch mal geschmackvolle Aktporträts mit hohem künstlerischem Anspruch von sich anfertigen lassen. Schwarzweißbilder+nackt=Kunst!

26.6.09

Good night, white pride

Michael Jackson ist tot, yadda yadda. Spiegel Online berichtet aus diesem Anlass über Reaktionen von Musikerkollegen (und dem britischen Außenminister. WTF?). Da kommt natürlich das übliche "Großer Musiker, vermissen, arme Kinder". Und dann gibt es Céline Dion.
Céline Dion sagte folgendes:

Oooookay. Nochmal eben zur Verdeutlichung: John F. Kennedy wurde im November '63 ermordet. Céline Dion wurde im März '68 geboren.
Ich lasse das einfach mal so stehen.

23.6.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - Schindlers Liste

So, Schindlers Liste also.
Den Film muss man ja eigentlich zumindest aus Gründen der political correctness/Erbschuld gutfinden. Wer Schindlers Liste nicht mag, der hört auch seinen Nachbarn beim Sex zu, isst kleine Babykaninchen, überholt rechts und geht bei rot über die Straße - vor einer Grundschule.
Sollte man jedenfalls annehmen.




Es ist wirklich eine Unverschämtheit, dass Filme gekürzt werden, oder dass Dinge ausgelassen werden. Ich meine, wer sitzt nicht gerne vier Stunden lang im Kino oder guckt sich das später auf Pro7 an, inklusive der Werbepausen dann acht Stunden lang?
Und wieso zur Hölle gibt es kaum was in Echtzeit?! (Jack Bauer never poops.)



Die Rezension ist einfach auf alle erdenklichen Arten wun-der-schön. Und spricht vor allem im Grunde schon komplett für sich. Schweigen und genießen, Freunde.



Das hingegen ist einfach nur... Also ich meine. Lieber Michél Grosch, es tut mir leid, dass du es auf diesem Weg von mir erfahren musst, aber weder Amazon noch private Verkäufer haben im Keller eine große Maschine stehen, die DVDs presst. Ob du die DVD bei Amazon oder bei mir bestellst, macht im Hinblick auf die Qualität keinen Unterschied. Kauf sie trotzdem bei mir, dann hab ich deine Adresse und komm vorbei und geb dir auf's Maul. Ach, und bitte richte deinen Eltern aus, dass der Akzent in deinem Namen völlig überflüssig ist. Danke.
LOF,
ich.

22.6.09

Gentrifizierung LIVE


Ich glaube, noch weniger als die Atzen in meinem Stadtteil mag ich wirklich nur die Antigentrifizierungsnazis.

20.6.09

Menschen Pt. Einemilliarde II

Was muss man eingenommen haben, um es für eine gute Idee zu halten, seinen zehnjährigen Sohn auf die Straße zu lassen in einem Tshirt mit der Aufschrift "Noch Jungfrau?! Ich helfe gerne aus"?
Men-schen.

Nachtrag: Zwei Asis in der Bahn unterhalten sich über die Pille. Die eine tut folgendes Juwel kund "Weißte, die Pille wirkt ja nich' einfach so - da sind Hormone drin, Alter!"

16.6.09

Von besonderen Umständen und Maßnahmen...

Bis vor kurzem habe ich Twitter (aka Twatter) für ähnlich nützlich gehalten wie antibakterielle Unterwäsche oder Halsinfektionen. Also eher nicht so sehr. Denn ehrlich gesagt, wer (außer Archäää) interessiert sich schon dafür, was Stephen Fry gefrühstückt hat. Oder wo Trent Rezmeier zum Einradfahren hingeht.
Aber heute habe ich mich bei Twitter angemeldet. Um mit der Zeit zu gehen und die aktuellen Geschehnisse im Iran besser mitverfolgen zu können.
Das ist schon sehr... beeindruckend. 
Nicht nur der Aufstand an sich (wobei das das erste Ereignis dieser Art ist, das ich bewusst miterlebe. Glaube ich), sondern auch die Tatsache und Möglichkeit, das mit Hilfe des Internets live miterleben zu können. Und dass es plötzlich nicht mehr Presseagenturen oder einzelne Reporter sind, die Bericht erstatten und Bilder liefern, sondern ganz gewöhnliche Menschen, die mehr oder weniger zufällig vor Ort sind.
Und die, und das ist das bewundernwerte daran, ein nicht geringes Risiko auf sich nehmen, um zu berichten und den Fokus auf das zu lenken, was zählen sollte: das Volk. 
Zu sehen, welche Macht so eine Bewegung erlangen kann. Twitter verschiebt Wartungsarbeiten, CNN und andere Fernsehsender liefern nach Kritik eine ausführlichere Berichterstattung und Menschen von überall her stellen den Iranern Proxys zur Verfügung und ermöglichen so weiterhin das Twittern, Youtuben und allgemein die Verbreitung von Augenzeugenberichten. Denn die regulären Wege der Berichterstattung werden traurigerweise ja sabotiert.
Dank Web2.0 und dem Internet allgemein ist man trotzdem informiert. Und erfährt wahrscheinlich sogar mehr, oder ist zumindest "näher dran" als bei der klassischen Form der Berichterstattung mit einem Reporter, der aus einer halbwegs sicheren Zone heraus erzählt, was im Zentrum des Geschehens abläuft.
Ich jedenfalls bekomme derzeit im Minutentakt Gänsehaut, wenn ich neue Bilder, Videos und Twitternachrichten sehe. 
Ich vermeide es sonst bewusst, hier politisch zu werden, aber in diesem Fall... Da wären wir wieder bei den besonderen Umständen und den Maßnahmen. Also, äh, Ho Ho Ho Chi Minh?! Demokratie für den Iran.

13.6.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - Die Verwandlung (Franz Kafka)

Kafkas Verwandlung ist auch so ein Werk, das ohne großes Zutun viel Unmut auf sich zu ziehen vermag, was zugegebenermaßen nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass es vielerorts Pflichtlektüre in Schulen ist.
Auf der anderen Seite bietet aber auch die Handlung Angriffspunkte. Ein junger Mann, der plötzlich in einen großen Käfer verwandelt ist - is' ja voll unrealistisch, Mann.



"Ich habe das Buch gründlich gefiltert und bin zu dem Schluss gekommen, dass es Blödsinn ist. Nur Angeber sagen, sie würden es verstehen."
Ich mag aber die Schlussfolgerung - Kafka ist Schuld daran, dass keiner mehr liest! Wenn doch nur alle Autoren wie J.K. Rowling oder Stephenie Meyer wären...



Entschuldigung, aber die Ecke mit den Selbsthilfebüchern ist... da hinten.
Ernsthaft, wer wendet sich denn bitte an die klassische Literatur, wenn er Lebenshilfe, Happy Ends und allgemein Aufmunterung oder ein "Das Leben ist schön" will? 
Die Antwort ist klar: Amazonrezensenten.



Teilweise unrealistische Handlung?!
Vergessen wir für einen Moment mal diese ganze Sache mit der Metaphorik und nehmen nur das, was geschrieben steht. Was genau macht die Handlung dann teilweise unrealistisch? Dass er sich verwandelt, ist okay, aber wie die Familie reagiert - völlig an den Haaren herbeigezogen?! Oder ist es der Teil, dass Äpfel niemalsnicht in Insektenpanzern stecken bleiben können?!
Und Geschmackssache ist genaugenommen eh alles, aber schön, dass hier die eigene Rezension mit einer Totschlagaussage... totgeschlagen wird.
(Klugscheißernachtrag: Die Verwandlung ist kein Roman, sondern eine Erzählung.)

12.6.09

Ich habe schon viel zu lange nicht mehr über Hundertwasser/Uelzen geschumpfen!

Ich weiß, dass "geschumpfen" kein ordentliches Deutsch ist, aber da wo ich herkomme, sagt man das eben so, OKAY?!
Also, jedenfalls habe ich heute in Uelzen eine neue Schrecklichkeit entdeckt.


Ja, richtig. Wolle für Socken. Wolle für bunte Socken, die dann irgendwie hundertwassergemustert sein sollen und bestimmt auch für positiven Energiefluss, Reichtum und sexuelle Erfüllung sorgen. Oder wofür Hundertwasser eben sonst so steht.

11.6.09

-

I could drink myself to death tonight
Or I can stand and give a toast.
Oh, and those that made it out alive
Well it's you I miss the most.

Deer Tick - Smith Hill

10.6.09

Eine ganz alte Liebe.

Es begab sich einmal zu der Zeit, dass die Eheleute W. aus D. beschlossen, den lieben Kinderlein etwas von der weiten Welt zeigen zu wollen, sie aus diesem Grund mitsamt Sack und Pack ins Auto luden und ausfuhren, um - zu wandern. In Österreich.
Das fanden die Kinder eher so mittel, aber das ist auch nebensächlich. Von Bedeutung ist nämlich, dass ich in eben diesem fremden Wunderland Österreich auf Gerhard Haderer und das von ihm herausgegebene und gezeichnete Moff (Untertitel: Haderers feines Schundheftl) stieß.
Und auch wenn ich aufgrund meines zarten Alters (dreiunddreißig nämlich :augenroll: ) nicht alles so wirklich verstand, so war es doch irgendwie Liebe.
Insbesondere ein Comicstrip hatte es mir (und Michael gleichermaßen) sehr angetan. Das Moffheftl ist inzwischen leider nicht mehr auffindbar und an den Cartoon hatte ich nur noch die wage Erinnerung, dass ein Komodowaran darin vorkam und dass er unglaublich lustig war.
Heute erinnerte ich mich nun wieder einmal daran, und mit Hilfe des Internetzes fand ich tatsächlich ein Archiv alter Schundheftl - und den Komodowaran:

Und ich stelle fest - es ist immer noch verdammt lustig.
Und besser noch - nachdem das Schundheftl zwischenzeitlich eingestellt worden war, wird es seit 2008 tatsächlich wieder herausgegeben. Was ziemlich großartig ist. Und leider im Auslandsabo 32€ kostet.
Ich brauche also entweder einen Österreicher, der mir die Dinger kauft und ab und an gebündelt schickt oder einen Laden hier in Hannover, der das Moff führt. Oder 32€.
Anyone?!

5.6.09

Ein Stern Ist Noch Zu Viel - Fleisch ist mein Gemüse (H. Strunk)

Zugegebenermaßen natürlich ein Buch, das nicht jedermanns Geschmack trifft und sicherlich nicht von jedem verstanden wird - allerdings wurde es auch kaum geschrieben, um (nur) zu gefallen.

Und was sagen die geschätzten Amazonkunden dazu?



"Liebes Tagebuch, heute habe ich viele neue Wörter gelernt, die mich und meine Satzkonstruktionen sicherlich viel intelligenter erscheinen lassen. Und dann hat mir mein Nachbar eine komische Zigarette gegeben, deren Rauch total süßlich roch. Jetzt ist mir ganz blümerant zumut' und ich glaube, ich schreibe noch eine Rezension für Amazon."



Philosophische Abhandlungen, Sozial-/Gesellschaftskritik und Analyse des Literaturmarktes in einem - doll! 



"Ich finde, ich bin ein furchtbar lustiger Mensch und Humor hab ich auch genug Herzlich lachen tu ich auch supergern. Ich bin also vom Fach. Das Buch ist nicht lustig."



Einfach nur schön. Bücher sind toll (das hat auch was niedliches, finde ich...), und wer eins durchliest, das er nicht mag, hat darauf auch bitteschön stolz zu sein. Jawoll!



Mein persönlicher Favorit. 
Glänzt nicht nur durch die großartige Inhaltsangabe (rumfahren und Eier essen - laaaangweilig!), sondern auch durch die Herstellung des persönlichen Bezugs ("Ich bin ja vom Fach, ne?!") und die wundervolle Erkenntnis: Die Realität ist das nicht. Dabei weiß doch jeder, dass man eine korrekte und genaue Abbildung der Realität früherer Zeiten nur von Guido Knopp erwarten kann.
Kerstin Gier und Anette Göttlicher sind übrigens Verfasserinnen sogenannter Frauenliteratur - Romane über und für freche Frauen. Wie jemand, der diese Art Bücher nach eigenen Angaben sogar liebt, bei Heinz Strunk landet, ist mir ein Rätsel.

4.6.09

Jarvis Cocker am 2.6. in Hamburg

So. Dass Jarvis Cocker gemeinhin als einer der besten Menschen gilt, ist bekannt. Er ist genaugenommen sogar ein so guter Mensch, dass man über die Tatsache, dass seine Wahlheimat Frankreich ist, hinwegsehen kann.
Jarvis Cocker spielte also Dienstag (als einziger Termin in Deutschland) in der nicht ganz ausverkauften Fabrik in Hamburg.
Ich kann es gar nicht anders sagen, aber: Das hat er gut gemacht.
Von dem Moment an, in dem er die Bühne betrat, war deutlich, dass er richtig gute Laune hatte, richtig Lust, was zu machen, neudeutsch abzugehen.
Tanzen, rumhampeln, mit den Füßen Keyboard spielen, viel Interaktion mit dem Publikum, Geschichtchen erzählen und - obligatorisch - die Deutschkenntnisse ausprobieren.
Mit insgesamt zwei Zugaben (Wie misst man Zugaben? Die Male, die er nochmal raus kam oder die Anzahl der Stücke? Wenn es letzteres ist, dann waren es natürlich viel mehr Zugaben) spielten er und seine Band fast zwei Stunden lang eine ausgewogene Mischung aus Material vom aktuellen und dem vorigen Album. (Pilchard, Angela, Further Complications, Slush, Big Julie, Leftovers, I Never Said I Was Deep, Homewrecker!, Fuckingsong, Black Magic | Fat Children, Hold Still, Big Stuff | Don't Let Him Waste Your Time, You're In My Eyes)
Einziges Manko war der Ton, der zeitweise doch sehr nah an der Übersteuerung entlangschrammte. 
Und den besten Merchandisekram gab es auch. Nämlich einfach mal fast nichts, außer sensationellen Einkaufsbeuteln, beidseitig bedruckt:

Und mal ehrlich - ein T-Shirt oder ein Button würde jemandem wie Jarvis Cocker sowieso nicht gerecht.
Did I say tschüß?
(Köstlicher Jarvis Cocker...)

2.6.09

Kannichgradmawassagen? Danke.

Es gibt zugegebenermaßen nicht wenige Dinge, die ich nicht so ganz verstehe. Es gibt selbstverständlich auch Dinge, für die das Verständnis erst wachsen muss, mit dem Alter kommt oder wasweißich.
Und es gibt Dinge, da wird es wohl nie schnackeln, wie wir Schwaben zu sagen pflegen.
Dazu zählen Emanzen. 
Nicht dass Missverständnisse aufkommen, I'm all for Gleichberechtigung, das ist ne feine Sache und ich find es sehr gut, dass frau (:augenroll:) tun und lassen kann, was sie will. Und dass das auch für Männer gilt. Ich streite auch nicht mal ab, dass die jetzige Situation sicherlich noch stellenweise verbesserungsbedürftig ist. Ich bin jedem Menschen dankbar, der sich dafür eingesetzt hat, dass es jetzt so ist, wie es ist. Dass ich wählen, studieren und notfalls abtreiben darf. Dass niemand komisch guckt, wenn ich Hosen trage oder Fahrrad fahre. Oder dass ich Soldat werden kann, wenn ich in einem akuten Anfall von Wahnsinn denke, dass das jetzt muss. Alles ne dufte Sache. 
Aber. Aaaaber. Emanzen. Ich kann sie nicht ausstehen. Ja, Alice Schwarzer, ich gucke auch in deine Richtung. 
Anstatt sich Problematiken zu widmen, bei denen wirklich Handlungsbedarf besteht (was weiß ich - Gehaltsdifferenzen zwischen Frau CEO und Herrn CEO, Kinderbetreuung, Genitalverstümmelung), fixiert man sich auf irgendwas, das vielleicht (an)greifbarer ist - und macht sich damit am Ende irgendwie lächerlich.
Pornos sind per se böse, frauenverachtend und führen dazu, dass kein Mann mehr eine Frau ernst nimmt. Wer sich (wo auch immer) rasiert, lässt sich unterdrücken, Fernsehen (selbstverständlich männergemacht, ne?!) macht Magersucht und überhaupt ginge es uns allen viel besser, wenn endlich überall beide/sämtliche (Hallo, liebe Genderatzen!) Geschlechtsformen/innen gebraucht würden.
Pauschalisierungen sind was feines, und vor allem was einfaches. Schwarz/weiß ist wenigstens eindeutig, diese ganzen Farben verwirren doch nur. Die sind böse, und wir sind gut. Die unterdrücken uns. Wir haben ja gar keine Wahl. 
Was tut man also? Richtig, man besinnt sich auf das, was man hat. Und feiert es zu Tode, schleift es durchs Dorf und immer wenn man denken könnte, jetzt ist alles mindestens achthundertelf mal gesagt worden, jetzt kann nix mehr kommen, findet sich jemand, der noch eins draufsetzt.
Wir sind also nicht nur verdammt stolz darauf, über eine Vagina zu verfügen (Reife Leistung schließlich, ist ja nicht so, dass die Hälfte der Weltbevölkerung mit einer rumrennt), wir zelebrieren das auch, indem wir unser Menstruationsblut in Mooncups sammeln (Prösterchen!), um dann damit zu malen. Wenn wir mal für kleine Emanzen müssen, tun wir das selbstverständlich wie eine ganze Frau - im Stehen. Und nachdem wir unser Kind geboren haben, verspeisen wir die Plazenta (hat Tom Cruise ja auch nicht gescha- oh, lassen wir das).
Und wieso das ganze? Weil es SOSOSOSO toll ist, eine Frau zu sein. Weil wir so verdammt stolz drauf sein sollten. Weil wir ja auch so hart dafür gearbeitet haben - ääh. Keine Ahnung, ich versteh es auch nicht.
Aber solange es da draußen noch Weiber gibt, die Mumukonfekt für eine Spitzenidee halten und sich am besten dadurch ausleben, dass sie ihr eigenes Schmuckkästchen als Schmuckstück tragen (Hey, das ist super - man kann einen Kettenanhänger kaufen, der nach der eigenen Beschreibung oder nach fotografischen Abbildungen gefertigt wird. Männer, ihr kauft nie wieder die Katze im Sack! Ein Blick auf die Kette und ihr wisst, was euch erwartet!), so lange werde ich jede Emanze auslachen, nicht ernst nehmen und mich, einen Herrenwitz erzählend, im Schritt kratzen. Und dann werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
A-men.

1.6.09

Soziologische Studien in Supermärkten

Warum kaufen alleinstehende Herren älteren Jahrgangs (oft mit einem gestörten Verhältnis zu Körperhygiene - und zu ihren Müttern) eigentlich immer abgepacktes Brot, Zwiebeln, Bierschinken oder Blutwurst und Fleisch-/Eiersalat? Dazu gerne Bier in Plastikflaschen und die Eigenmarke Kräuterschnaps.