23.9.09

Ich bin nicht unnormal, nur weil...

... ich gewisse Dinge einzig und allein ihrer Haptik wegen aufbewahre, oder?
Eines Tages habe ich einen ganzen Raum voller Pralinenpolsterauflagen (mal ehrlich, wie heißen die Dinger?) und diesen Plastikdingern über Mohrenköpfen/unter Toffifees.
Ich, komisch? Was? Nicht doch...

22.9.09

Marktlücke

Und wieso genau gibt es keine Packungen mit nur weißen (oder von mir aus auch vollmilchigen) Minimohrenköpfen? Die Dunklen will doch eh nie einer, und trotzdem sind die immer in der Überzahl.

21.9.09

Can't Buy Me Love

Mein Weltbild, es liegt in Scherben auf dem Fußboden.
Und das, werte Leserschaft, ist folgendermaßen passiert: Ich hatte mir bei eBay eine Auktion ausgeguckt, für eine Beatles-LP. Die lief noch eine halbe Stunde, kein Gebot drauf, sichere Sache. Oder auch nicht. Eine bevorstehende Internethochzeit lenkte mich ab und als ich das nächste Mal auf die Uhr sah, war die Auktion seit sieben Minuten beendet.
Ohne ein Gebot.
Also habe ich dem Verkäufer schnell eine Nachricht geschickt, dass ich blöderweise den Zeitpunkt verpasst habe, und ob es eine Möglichkeit gäbe, die Platte doch noch zu erwerben. Er hat auch gleich geantwortet. Und mir angeboten, dass ich sie für 15€ inklusive Versand haben kann.
Wenn ich geboten hätte, wäre sie für knapp unter 10€ mein gewesen.
Freie Marktwirtschaft und "Wer zu spät kommt..." my ass, aber mal ehrlich. So unter uns, unter Beatlesfans. Sowas macht man nicht. So verhält man sich gegenüber Nazis, Kinderschändern, oder, ich weiß nicht, Fans von Coldplay oder U2. Aber doch nicht gegenüber seinesgleichen. Da muss man doch ein wenig Zivilcourage zeigen. So ein Verhalten gehört geächtet.
Ich habe dann auch sogleich ein Exempel statuiert und die Platte bei einem anderen Verkäufer für viel weniger gekauft. Freie Marktwirtschaft my ass.

20.9.09

I have a dream

Ich habe geträumt, dass ich bei real eine wunderschöne, knallrote Polaroidkamera für 3€ gekauft habe - und einen Film dafür für 32€.
Und jetzt möchte ich gerne eine knallrote Polaroid für 3€ haben.
Verdammtes Gehirn!

16.9.09

Eine Sparkassenromanze

Die Sparkasse Hannover schreibt mir im Halbjahrestakt Briefe und will wissen, ob ich immer noch nicht mit dem Studium fertig bin und ob sie mir bitte endlich ein Konto andrehen können, das im Monat eine Millionmilliarde Euro kostet.
Das Schreiben ist natürlich ein standardisiertes und jedes Mal gleich. Und jedes Mal irritiert mich der Satz gegen Ende aufs Neue:


"Frau W., es gibt viel, worüber wir reden sollten." - das hat einerseits sowas von "Oh shit, ich habe Mist gebaut" und andererseits fühle ich da immer die imaginäre Hand eines Sparkassenmitarbeiters, die mir vertrauensvoll aufs Knie gelegt wird, während er/sie/es sich zu mir beugt, unsere Lippen sich langsam näher kommen und - ich für mein Girokonto bezahlen soll. Oh boy!

15.9.09

Where is my mind

Dinge, die mit den Rolling Stones zu tun haben (oder auch nicht), verwirren unsere Kunden offenbar. Entweder ist es das berühmt-berüchtigte Poster, oder man wird in Bezug auf den Rolling Stone, den wir eben auch verkaufen, gefragt "Hat das was mit den Rolling Stones zu tun? Nein? Nichts? Zu keinem Zeitpunkt?". Uh.
Fairerweise und zur Verteidigung der Stones muss allerdings auch dazugesagt werden, dass das der Kunde war, der auch den Unterschied zwischen remastered und remixed nicht versteht und der einem Jimi Hendrix-CDs hinlegt und fragt "Was ist denn das, was soll das denn, was bedeutet das denn?".

13.9.09

Dead serious

Dass es zu den Talenten der menschlichen Gattung gehört, auf besonders dumme, unterhaltsame und/oder verstörende Art und Weise aus dem Leben zu scheiden, wissen wir nicht erst seit den Darwin Awards.
Einer meiner all time favorites ist nach wie vor Francis Bacon (der erste, nicht der Maler), der sich eine tödlich endende Unterkühlung zuzog, als er mit Hilfe eines frisch gestorbenen Huhns und einem Haufen Schnee zu demonstrieren gedachte, dass Kälte den Verwesungsprozess verlangsamt/aufhält.
Aber zu sterben, weil man sich noch eine Wimper aus dem Auge prökeln lassen hat und deshalb nicht rechtzeitig in den Bunker kam - das hätte schon auch Stil gehabt.

(Es irritiert mich übrigens nicht wenig, dass ich keinerlei Angaben finden konnte zu einem der Faktoren, die den Tod von Franz Ferdinand (nicht die Band, duh!) begünstigten. Ist das mit seiner Uniform, aus der er hätte herausgeschnitten werden müssen, nur eine urban legend? Bin ich zu dum für Google? Fragen über Fragen... Wo sind meine Historikerfreunde, wenn man sie mal braucht?)

11.9.09

When The Streets Are Cold And Lonely

Mein Output strebt derzeit, naja, nicht unbedingt gegen unendlich, aber doch nach oben.
Jedenfalls hatte der Schtern Geburtstag und ich hatte eh Lust, mal wieder ein Tape zu machen. Und noch so eine tolle Verpackung rumfliegen.

When The Streets Are Cold And Lonely (<- unspektakuläre mp3-Version, die aber vielleicht auch den Schtern interessiert, weil ich ja immer noch kein Brennprogramm gefunden habe, das bei Audio-CDs die ID3Tags übernimmt)
Des weiteren habe ich mir Trays für Digipaks gekauft - Freunde, ihr wisst, was das (nicht zuletzt im Hinblick auf Weihnachten) bedeutet...

9.9.09

Ich gestehe mal was.

Ähnlich wie Archäää, die Obsessionen für Prominente und/oder Serien kultiviert, neige ich dazu, phasenweise von bestimmten Liedern besessen zu sein. Ich höre dann über Wochen Tage Stunden nichts anderes, bis ich eben genug habe.
Seit ich einen last.fm-Account habe, fühle ich mich da immer etwas gehemmt. Weil es eventuell schon etwas seltsam aussieht, zum achtundvierzigsten Mal ein Lied zu hören. Deshalb trickse ich manchmal und höre in solchen Phasen nur mit dem iPod - den irritiert dieses Verhalten nämlich manchmal und er lässt diese Scrobbels dann wegfallen. Oder ich übertrage sie erst dann, wenn ich schon wieder was anderes höre und das Zeugnis meiner Besessenheit relativ schnell wieder von meiner last.fm-Hauptseite verschwindet.
Hallo, mein Name ist Claudia und ich mache mir Gedanken darüber, was andere Menschen über mein Musikhörverhalten denken :]

8.9.09

Und weil es gerade passt...

Falls mich jemand sehr sehr SEHR lieb hat...


Und falls nach knapp 190€ immer noch Liebe da ist, würde ich dazu noch die Mono-Box nehmen.
Alternativ wüsste ich gerne, wie viel Mal ich noch schlafen muss, bis ich endlich reich bin.

7.9.09

Ich hab am Wochenende was gemalt...

Acryl auf Leinwand, 40 x 50cm

4.9.09

Endlich wieder Zivilisation!

Zweieinhalb Tage ohne Internet sind, gelinde gesagt, grauenvoll.
Was haben die Menschen eigentlich früher den ganzen Tag gemacht, so ohne world wide web? Kein Wunder blicken wir auf zwei Weltkriege zurück. Ich war auch ungefähr so |<-->| kurz davor, Frankreich den Krieg zu erklären. Und ich hätte es auch getan, wenn mir nicht aufgefallen wäre, dass ich keine Möglichkeit habe, Frankreich zu kontaktieren - Email ging ja nicht, und telefonieren mag ich nicht/kostet zu viel.
Naja. Während Ersatz für die tägliche Dosis Deppen noch recht einfach zu finden war (Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel etc.), ist es auf Dauer recht ermüdend, wenn die Umsetzung aller Ideen irgendwie beinhaltet, mal eben was bei Wikipedia nachzulesen oder ein Bild zu googlen - sofortige Ernüchterung inklusive. Nichtsdestotrotz waren wir heute in einem Künstlerbedarfsgeschäft, um uns fürs Wochenende zu rüsten.
Und um das Internet da jetzt einzubinden, fänd ich es ziemlich super, wenn ich Vorschläge bekäme, welche Albencover denn so schön sind - und halbwegs einfach nachzumalen. Wer das Weiße Album vorschlägt, kriegt eins mit'm Paddel rüber.

1.9.09

We're Here To Listen

Mit mir und den Menschen ist das ja so eine Sache. Ich mag die meisten nicht ganz so gern, ich mag direkte Interaktion meistens nicht ganz so gern. Aber ich höre ganz gerne zu, beobachte, böse Zungen könnten das lauschen und spionieren nennen.
Keine Sorge, ich steige weder in Wohnungen noch Gartenhäuser ein, ich trage auch keine Trenchcoats und verstecke mich sonnenbebrillt hinter Litfaßsäulen (die schreibt man übrigens auch nach der neuen Rechtschreibung noch mit scharfem s, weil sie nach Ernst Litfaß heißen, und nicht nach irgendwelchen ominösen Fässern). Aber ich setze mich in Zügen manchmal schon gerne in die Nähe der vielversprechendsten Kandidaten, und gerne schalte ich dann den iPod extra aus, um mehr zu verstehen (die Ohrstöpsel bleiben natürlich drin - Tarnung ist alles!).
Und dann lehnt man sich zurück und lässt sich unterhalten. Der Mensch an sich fühlt sich an vielen Orten wie zuhause, entweder weil er in Begleitung vertrauter Gesichter ist oder weil er am Telefon mit vertrauten Stimmen spricht. Das führt dann zu einer gewissen Geschwätzigkeit, verbalen Freizügigkeit und Offenheit.
Wir erfahren nicht nur, dass man dringend mal wieder zum Hautarzt müsste, oder dass der kleine Dustin in der Grundschule nicht ganz so gut mitkommt. Wir lernen dazu "Weißte, die Pille, die wirkt ja nicht nur einfach so. Das sind Hormone, Mann!" und bleiben oft einfach nur verwirrt und staunend zurück "Ich war gestern am Steinhuder Meer - jetzt muss ich noch Klopapier kaufen".
Wer ein bisschen masochistisch und selbstkritisch gelaunt ist, der geselle sich vorzugsweise in die Peripherie von Schulkindern. Neben Perlchen wie "Ich geb dir 50 Cent, wenn du morgen ohne Gel in die Schule kommst!" stellt sich meistens recht schnell das Gefühl von "So war ich nie!" ein. Der direkte Nachfolger "... hoffe ich jedenfalls!" steht schon in den gedanklichen Startlöchern.
Nicht umsonst gibt es mittlerweile zahlreiche Internetseiten (bin das eigentlich nur ich, die das Wort "Homepages" inzwischen ziemlich, nun ja, neunziger findet? Es hat immer diesen unangenehmen Beigeschmack von Beepworldseiten mit unzähligen Popups, WordArt und animierten Gifs), die sich mit genau der Tätigkeit des (mehr oder weniger zufälligen) Mithörens beschäftigen: Overheard in sonstnochwo.
Ich jedenfalls kann es nur weiterempfehlen, das Mithören. Und wem das zu passiv ist, der kann ja immer noch auf der anderen Seite beitragen und seine Privatsphäre auf die Straßenbahn und das nächste Café ausweiten.